22.12.2019, 13:04 Uhr

Sitzung in Immenstetten SPD im Landkreis Amberg-Sulzbach fordert „landkreisübergreifende Konzepte“ für den ÖPNV

Foto: eugenesergeev/123RF (Foto: eugenesergeev/123RF)Foto: eugenesergeev/123RF (Foto: eugenesergeev/123RF)

„Wir brauchen landkreisübergreifende Konzepte“, forderte der Kreisvorsitzende der SPD im Landkreis Amberg-Sulzbach, Uwe Bergmann, bei einer Sitzung in Immenstetten.

LANDKREIS AMBERG-SULZBACH Es könne nicht sein, dass Buslinien an den Landkreisgrenzen zu Ende gedacht sind. Als Beispiel nannte er hier eine Erweiterung der Buslinien aus Hirschau und Schnaittenbach nach Wernberg mit Halt am Industriegebiet an der B 14 bis zum Bahnhof. Dieses Thema hatte schon vor zehn Jahren der damalige Abgeordnete Reinhold Strobl aufgegriffen. Es scheiterte letztendlich am mangelnden Interesse. Reinhold Strobl: „Wir brauchen hier Rückmeldungen aus der Bevölkerung.“ Rudi Wild, Uwe Bergmann und Reinhold Strobl wiesen darauf hin: „Besonders Schüler, Auszubildende, Studenten und Arbeitnehmer aus dem östlichen Landkreis hätten hier eine Anknüpfung an die Bahnlinie Hof-Regensburg, um so beispielsweise die Berufsschulen in Wiesau oder Schwandorf zu erreichen.“

Der Ausbau der Schienen-Infrastruktur in unserer Region ist der SPD ein großes Anliegen. Aufgeschreckt durch eine Meldung in den Medien, nachdem die Bahn noch gar keinen Planungsauftrag für die Strecken Nürnberg nach Schwandorf und Schwandorf nach Furth im Wald vom Bund erhalten hat, hatte sich der frühere Abgeordnete Reinhold Strobl, für den das Thema Bahn schon immer ein großes Anliegen war, an Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt. Auf nochmalige Erinnerung hin wurde diesem mitgeteilt, dass „die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg – Schwandorf und die ergänzende Elektrifizierung der Strecke Schwandorf – Furth im Wald umfangreiche Ausbaumaßnahmen im tschechischen Abschnitt zur Grenze CZ-Pilsen voraussetzen würde.

Der Verweis auf Tschechien sei eine billige Ausrede. Da könne man nur mit dem Kopf schütteln. Bei allen internationalen Verbindungen hapere es am deutschen Ausbaustand. Bei der Strecke nach Pilsen sei es jedenfalls eine Ausrede, gerade da Nürnberg – Schwandorf eigentlich nur indirekt damit zusammenhänge. Es sei auch eine gute Alternativstrecke Nürnberg – Regensburg und würde neue Kapazitäten schaffen. Dazu müsse natürlich auch Amberg – Irrenlohe wieder zweigleisig ausgebaut werden. Zwischen Schwandorf und Furth im Wald brauche es mindestens einige zweigleisige Abschnitte, zum Beispiel Roding – Cham. Dieser Abschnitt sei einer der größten Verspätungsverursacher, wie ihm, so Strobl, gesagt wurde. Festzustellen sei auch, dass etliches zurückgebaut und Kapazitäten verringert wurden, zum Beispiel gerade erst vor zwei Jahren Schwarzenfeld.


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