21.11.2019, 16:16 Uhr

Landrat zu Besuch Rekultivierung des ehemaligen südlichen Wackersdorfer Braunkohlereviers

(Foto: Jan Kiver, Uniper SE)(Foto: Jan Kiver, Uniper SE)

Seit Mitte des Jahres laufen auf dem Gelände des ehemaligen südlichen Wackersdorfer Braunkohletagebaus die Rekultivierungsmaßnahmen im rund fünf Hektar großen nördlichen Abschnitt unterhalb des Geotops. Auf Einladung von Uniper nutzten Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling, Landschaftsarchitekt Prof. Dr. Sören Schöbel von der TUM (Technische Universität München) sowie die Bürgermeister von Wackersdorf, Thomas Falter, und Steinberg am See, Harald Bemmerl, die Möglichkeit, sich über die Baufortschritte bei Uniper aus Erster Hand vor Ort informieren zu lassen.

WACKERSDORF Andreas Stake, Uniper-Projektleiter für das Oberpfälzer Seenland, gab zunächst einen kurzen Rückblick auf die seit 2009 erledigten Arbeiten auf dem Westfeld. Anschließend erläuterte er den aktuellen Stand der Arbeiten, insbesondere die derzeit laufenden, umfangreichen Baumaßnahmen rund um die aufwändigen Entwässerungsaufgaben, und die Zeitplanung zum Gesamtabschluss des Rekultivierungsprojekts Westfeld Ende 2022, vorbehaltlich des Vorliegens der entsprechenden Genehmigungen. „Unser Ziel ist“, so Stake, „die von den ursprünglichen Eigentümern intensiv industriell genutzten Flächen nicht nur der Natur als ökologisch wertvolle Landschaften, sondern auch den Menschen in der Region als öffentlich zugängliche Flächen zurückgeben zu können. Dafür investiert Uniper einen hohen zweistelligen Millioneneurobetrag.“

Landrat Ebeling zeigte sich über die transparente Vorgehensweise und nachhaltige Zielsetzung von Uniper angetan: „Wir freuen uns, dass sich Uniper sichtbar und erfolgreich darum bemüht, die heimische Wirtschaft an dem Investitionsvolumen teilhaben zu lassen. Ein Großteil der Bauaufträge ist an Firmen aus der Oberpfalz gegangen. Ganz im Sinne des Klimaschutzes stammen die aufzubringenden Böden aus der näheren Umgebung.“ Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter sah es als gelungenes Zeichen eines intensiven Informationsaustauschs, dass im Zuge der Rekultivierungsarbeiten gemeinsam mit Uniper nach Lösungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Bauhof gesucht wird. Falter betonte: „Die geplante Lösung sieht den Ausbau des Entwässerungsgrabens zwischen Industriestraße und Westfeld mit zusätzlichen Regenrückhaltebecken bei Starkregenereignissen vor. Dies wird ein wesentlicher Baustein zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in unserem Gemeindegebiet sein.“ Projektleiter Stake ergänzte: „Damit gelingt uns gleichzeitig über das dann weiter ausgebaute Grabensystem die Vernetzung und Wiedervernässung eines Moorwaldbestandes im Umfeld des naturnahen Weiher- und Vogelschutzgebiets rund um den Hirtlohweiher. Der künftig gleichmäßigere Wasserzustrom zum Hirtlohweiher wird zur Wiederherstellung und zum Erhalt eines natürlichen Wasser- und Nährstoffhaushalts beitragen und der großflächigen Verlandung des Gebiets entgegenwirken“.

Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl, dessen Gemeindefläche ebenfalls direkt an das Westfeldgelände angrenzt, sah die Aktivitäten und Ziele von Uniper positiv: „Als Tourismusgemeinde hoffen wir, mit Uniper und unserer Schwestergemeinde gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, um den bisher so trennend wirkenden Fremdkörper Westfeld, als Vernetzungskorridor gestalten zu können und somit dem Tourismus in unserer Region weiter Auftrieb zu geben.“

Mit einer ausführlichen Informationsfahrt durch das gesamte Westfeldgelände konnte Uniper die einzelnen Rekultivierungsschritte und -phasen fühlbar und nachvollziehbar machen.


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