21.11.2019, 13:13 Uhr

Tabuthema Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – Marianne Schieder unterstützt Aktion „Wir brechen das Schweigen“

Die SPD-Abgeordneten Marianne Schieder (links) und Gülistan Yüksel setzen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. (Foto: BAFzA)Die SPD-Abgeordneten Marianne Schieder (links) und Gülistan Yüksel setzen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. (Foto: BAFzA)

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Montag, 25. November, hat Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey zur Aktion „Wir brechen das Schweigen“ aufgerufen. Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder beteiligte sich wieder an der Fotoaktion: „Betroffene Frauen sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote gibt.“

CHAM Das Thema ist nach wie vor aktuell. Gewalt droht Frauen oft gerade dort, wo sie sich besonders geborgen fühlen sollten: zu Hause. Dabei spielen weder Alter noch Herkunft eine Rolle. Obwohl es sich um ein Problem aller gesellschaftlicher Schichten handelt, wird viel zu oft über Gewalt gegen Frauen geschwiegen. Die Folge: Betroffene Frauen scheuen sich davor, Hilfe zu suchen, oder wissen nicht, an wen sie sich wenden können.

„Die Gewalt findet in der Mitte der Gesellschaft statt. Noch immer ist das Thema ein Tabu. Nur jede fünfte Betroffene wendet sich an eine Beratungs- oder Unterstützungseinrichtung. Es gibt viele wichtige Einrichtungen, die Frauen unterstützen, sich dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien. Ein besonderes Unterstützungs- und Beratungsangebot ist das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘, das an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr erreichbar ist“, so Schieder.

Wichtig ist es der SPD-Politikerin darum, das bundesweite Hilfetelefon bekannt zu machen. Dieses sei eine wichtige erste Anlaufstelle für Frauen, weil dort in aller Vertraulichkeit Unterstützung angeboten würde. „Das Hilfetelefon ermöglicht allen Betroffenen einen Zugang zum Beratungsangebot“, unterstreicht Schieder. Allein 2018 habe es rund 42.000 Beratungskontakte gegeben. In 59 Prozent der Fälle sei häusliche Gewalt der Anlass für ein Gespräch gewesen.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt. Unter der Rufnummer 08000/ 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei, in Gebärdensprache und in 17 Fremdsprachen.


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