23.10.2019, 09:51 Uhr

Oberpfälzer Landtagsabgeordneter „Ohne Landwirte gibt es keine Zukunft – wir müssen endlich versöhnen“

(Foto: mihalec/123RF)(Foto: mihalec/123RF)

Heute ruft die Bewegung „Land schafft Verbindung“ bundesweit Landwirte zum Protest auf. Damit formulieren die landwirtschaftlichen Berufsvertreter ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Umwelt- und Landwirtschaftspolitik in Deutschland, die nach deren Auffassung das Potenzial besitze, die Wirtschaftskraft und den sozialen Frieden zu gefährden. In Bayern versammeln sich Tausende in den zentralen Kundgebungsorten Bayreuth, München und Würzburg. Auch auf den Oberpfälzer Straßen rollen die Traktoren.

WEIDEN Dazu äußert sich der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Christoph Skutella: „Unsere bayerischen Landwirte verdienen keine Pauschalverurteilungen als Tierquäler, Subventionsempfänger oder Umweltsünder. Das muss endlich aufhören. Statt Klimaschutz und Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen, sollten wir versöhnen. Dazu ist ein sachlicher Diskurs nötig. Ohne Landwirte gibt es keine Zukunft.“ Die Bedeutung dieses traditionellen Sektors für die Wirtschaft werde besonders in ländlichen Regionen, wie der Oberpfalz deutlich. Auch wenn die Zahl der Betriebe im Haupterwerb sinke, dürfte die große Zahl an Nebenerwerbslandwirten nicht ungeachtet gelassen werden. „Die Landwirtschaft, wie sie nicht nur von den großen, sondern auch von vielen kleineren Betriebe umgesetzt wird, ist auf einem hervorragenden Weg: Sie ist Vorreiter in Anpassungsfähigkeit, Digitalisierung und Innovation. Dieses Potenzial kann und muss die Landwirtschaft nun auch im Rahmen des neuen Gesetzespakets für mehr Umweltschutz und Tierwohl unter Beweis stellen. Mit entsprechender Anpassung der Gemeinsamen Agrarpolitik auf Europäischer Ebene, der technologieoffenen Forschungsförderung und modernen Tierhaltung lassen sich verstaubte Vorstellungen beseitigen. Daran müssen doch die Menschen zuerst denken, nicht an das verklärte kleinbäuerliche Idyll aus der Werbung“, so Skutella.


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