12.10.2019, 21:12 Uhr

Projekt „Präventionstage“ Burglengenfelder „Fokusgruppe Jugend“ gewinnt Preis „Filippas Engel“

Preisträger Angelika Pron und Merlin Bloch zusammen mit Prinzessin Helena zu Oettingen-Wallerstein und Prinz Heinrich zu Sayn-Wittgenstein. (Foto: Bernhard Szwejk)Preisträger Angelika Pron und Merlin Bloch zusammen mit Prinzessin Helena zu Oettingen-Wallerstein und Prinz Heinrich zu Sayn-Wittgenstein. (Foto: Bernhard Szwejk)

Die „Fokusgruppe Jugend“ der Stadt Burglengenfeld ist Hauptpreisträger des Preises „Filippas Engel“. Sie wurde für ihr bundesweit einzigartiges Projekt Präventionstage unter dem Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“ in Sayn ausgezeichnet und erhielt dafür 2.500 Euro. Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein und seine Frau Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein lobten das Projekt in ihrer Rede sehr und wünschten dem weiteren Projektverlauf viel Glück.

BURGLENGENFELD Merlin Bloch, Leiter der Fokusgruppe, referierte im Schloss Sayn über das Projekt „Präventionstage“ und erklärte, dass derzeit in Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) daran gearbeitet wird, das regionale Projekt zu einem bundesweiten Projekt zu machen. Die Jugendgruppe hat das Projekt bereits Fachexperten der Bundesländer im Kooperationskreis Suchtprävention vorgestellt und soll es auch im Bundeskanzleramt präsentieren. Unterstützt wird diese Projektidee vom parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesgesundheitsminister, Dr. Thomas Gebhart.

Die Fokusgruppe bedankte sich in diesem Rahmen auch herzlich bei allen Unterstützern. Nach dem großen Erfolg bei der Premiere der Präventionstage im Jahr 2018 organisiert die „Fokusgruppe Jugend“ mit Unterstützung der Stadt Burglengenfeld am 7. und 8. Juli 2020 die zweite Auflage der Veranstaltung von Jugendlichen für Jugendliche.

Was sich bewährt hat, wird bleiben: Aussteller, Vorträge, Parcours und Workshops befassen sich von Drogenprävention, Spielsucht, über Depressionen und Alkoholmissbrauch bis hin zu vielen weiteren Themenbereichen mit den Gefahren der jugendlichen Erfahrungswelten. Zusätzlicher Schwerpunkt wird sein Cyberkriminalität/Social Media.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Übernahme der Schirmherrschaft für 2020 zugesagt; angefragt ist ferner Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung. Mit ihrem Projekt Präventionstage gehört die Fokusgruppe JUGEND zu den Stipendiaten von „startsocial 2019/2020“. Das ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Hintergrund: Für soziale Projekte ehrt das Fürstenhaus Sayn-Wittgenstein-Sayn Jugendliche mit dem Preis „Filippas Engel“. „Alle Preisträger zeigen uns, wie großartig unsere Jugend ist und dass sie das Herz am rechten Fleck hat“, erklärte Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn bei der Preisverleihung. Mit der mit insgesamt 35.000 Euro dotierten Auszeichnung der Stiftung Filippas Engel des Fürstenhauses wird seit 2004 alljährlich besonderes soziales, kulturelles oder ökologisches Engagement ausgezeichnet. Preisträger der diesjährigen 16. Runde der Auszeichnung sind nach Mitteilung der Stiftung acht Jugendliche und drei Initiativen junger Menschen, „die selbst für andere zum Engel geworden sind“. Die Stiftung „Filippas Engel“ gründeten Alexander Fürst und Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn sowie der Ehemann ihrer verstorbenen Tochter. Das Preisgeld stammt unter anderem aus den Honoraren für die Tagebücher der jungen Frau, die unter dem Titel „Filippas Engel“ erschienen – gegenwärtig bereits in sechster Auflage. Filippa war 2001 im Alter von 21 Jahren wenige Monate nach ihrer Hochzeit bei einem Verkehrsunfall in England ums Leben gekommen.


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