17.05.2019, 07:57 Uhr

Brückenbau bis Ende Juni abgeschlossen Straßenausbau zwischen Gaisthal und Schönsee schreitet voran

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Der offizielle Spatenstich für den Ausbau des rund 2,7 Kilometer langen Abschnittes zwischen Gaisthal und Schönsee fand am 14. August 2018 statt. Dies war der Startschuss für den Beginn der Vorarbeiten zur Herstellung der Forellenbachbrücke, die sich im Bereich der ehemaligen Bahntrasse befindet und künftig die Staatsstraße 2159 über den Forellenbach führt. Als Vorwegmaßnahme wurde hier zur Schaffung eines ausreichenden Baufeldes die Ascha punktuell verlegt.

SCHÖNSEE Die eigentlichen Brückenbauarbeiten begannen im November 2018. Diese führt die Firma Wutz, Cham aus. Die Gesamtkosten für die Brücke mit einer Spannweite von sieben Metern belaufen sich auf rund 560.000 Euro. Beim Neubau der Brücke ist zu beachten, dass die Wasserqualität des Forellenbaches möglichst wenig beeinträchtigt wird. Hierzu wurden unter Einbeziehung der örtlichen Umweltbaubegleitung die Gründungsarbeiten im Schutz von Spundwänden durchgeführt. Bedingt durch die Brückenbauarbeiten ist derzeit der Radweg im Bereich der ehemaligen Bahntrasse unterbrochen. Der Geh- und Radverkehr wird provisorisch über die Staatsstraße abgewickelt. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Brücke werden der Geh- und Radverkehr vorübergehend wieder über den ehemaligen Bahnkörper geführt, bis die eigentlichen Straßenbauarbeiten begonnen werden. Die Bauarbeiten an der Brücke sollen bis Ende Juni 2019 abgeschlossen sein.

Derzeit laufen als Vorbereitung der eigentlichen Straßenbauarbeiten Untersuchungen zur Feststellung des Baugrundes. Dieser besteht überwiegend aus Fels. Es wurden insgesamt 23 Erkundungsbohrungen mit Tiefen von fünf bis zwölf Metern abgeteuft. Die Bohrarbeiten wurden vom 8. April bis zum 3. Mai durchgeführt. Derzeit laufen hierzu ergänzende Untersuchungen. Die Gesamtkosten der Bohrarbeiten belaufen sich aufgrund des schwierigen Geländes auf rund 260.000 €.

Im August dieses Jahres wird als weitere vorbereitende Maßnahme der eigentlichen Straßenbauarbeiten die Ascha auf eine Länge von rund 200 Metern verlegt, um dem neuen Trassenverlauf der Staatsstraße 2159 Platz zu machen. Hierzu sind im Planfeststellungsbeschluss umfangreiche Vorgaben enthalten, die unter anderem den Zeitraum der Arbeiten und weiterer Maßnahmen zum besonderen Schutz des Gewässers festlegen. Die Verlegung der Ascha basiert in Bezug auf Abfluss und Retentionsraum auf einer technischen Planung. Unter Anleitung der ökologischen Umweltbaubegleitung und in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt und der Fachberatung für Fischerei wird vor Ort, ausgehend von dieser technischen Planung, eine naturnahe Gestaltung des Bachverlaufes, sowie des Bachbettes und der Ufer festgelegt. So kann sich hier wieder ein naturnaher Gewässerabschnitt entwickeln.

Um die Auflagen im Planfeststellungsbeschluss hinsichtlich des Natur- und Umweltschutzes während der gesamten Bauzeit optimal umzusetzen, wurde das Landschaftsarchitekturbüro Dr. Schober aus Freising mit der ökologischen Umweltbaubegleitung beauftragt. Dadurch werden diese Belange optimal umgesetzt, hierzu dient auch die Integration in alle Ausführungs- und Ablaufpläne, sowie in die Bauausführung vor Ort. Im Winterzeitraum 2019/2020 wird dann der Trassenbereich, wiederum unter Berücksichtigung der besonderen ökologischen Verhältnisse gerodet.

Die eigentlichen Straßenbauarbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen. Die Gesamtfertigstellung der mit rund sieben Millionen veranschlagten Maßnahme ist für Ende 2022 vorgesehen.


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