25.04.2019, 15:58 Uhr

Erstes Treffen der Vertrauensleute Schwerbehindertenvertretungen spannen Netzwerk vor Ort

Schwerbehindertenvertretungen aus Amberger Behörden und Dienststellen trafen sich zu einer ersten Tagung. Vorne links: Initiator Martin Kroher von der Stadt Amberg. Oben 2. von links: Bürgermeister Martin J. Preuß. (Foto: Stadt Amberg, Thomas Graml)Schwerbehindertenvertretungen aus Amberger Behörden und Dienststellen trafen sich zu einer ersten Tagung. Vorne links: Initiator Martin Kroher von der Stadt Amberg. Oben 2. von links: Bürgermeister Martin J. Preuß. (Foto: Stadt Amberg, Thomas Graml)

Erstmals trafen sich die Schwerbehindertenvertretungen (SBV) aller Amberger Behörden und Dienststellen. Die Initiative dazu ging von Martin Kroher, der Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei der Stadt Amberg aus. Er stieß dabei auf eine positive Resonanz. 19 Kolleginnen und Kollegen konnte er schließlich im Amberger Congress Centrum zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch begrüßen.

AMBERG Dabei waren unter anderem die Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit, des Finanzamtes, des Hauptzollamtes, des Jobcenters, des Klinikums St. Marien, der Kriminalpolizeiinspektion, des Landesamtes für Pflege, des Landratsamtes, der Ostbayerische Technische Hochschule, des Staatlichens Schulamtes, des Staatliches Bauamtes, der AOK und der Justizvollzugsanstalt.

„Schwerbehindertenvertretungen sind kein Kollegialorgan, sondern Einzelkämpfer. Netzwerke sind daher erwünscht und nützlich“, erklärt Martin Kroher, der seit 1. Dezember 2018 im Amt ist. Zwar gebe es Informationen in Internetforen. Der Nachteil des Internets seien Entfernungen und Anonymität. Daher setzt er auf ein Netzwerk vor Ort. Bürgermeister Martin J. Preuß unterstrich in seinem Grußwort den wichtigen Beitrag der Schwerbehindertenvertretung zur beruflichen Inklusion – auch im Hinblick auf die angespannte Arbeitsmarktsituation.

„Sie sind die entscheidende Anlaufstelle und Bindeglied zwischen Arbeitgeber und den schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Bis zu einem vollständigen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft liege noch ein weiter Weg vor den Interessenvertretern. „Wir dürfen nicht den Menschen mit Behinderung den Rahmenbedingungen anpassen, sondern die gesellschaftlichen Bedingungen müssen sich den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen angleichen.“

Das große Ziel einer inklusiven Stadtverwaltung und Arbeitgebers seien daher nicht allein im Interesse der Menschen mit Behinderung, sondern vielmehr eine Bereicherung für die gesamte Gesellschaft. Schwerpunkte des ersten Treffens waren die Erörterung von Problemen bei der täglichen Arbeit, die Nachbesprechung der Arbeitstagung des VdK in Neustadt an der Waldnaab und ein Kurzvortrag zur Thematik „Sturzprävention. Sicherheit auf Schritt und Tritt“ durch den Sturzprophyaxetrainer Uwe Heidbüchel. Der wichtigste Teil war jedoch das gegenseitige Kennenlernen der Vertrauensleute.

Nach den positiven Erfahrungen des Treffens für die Schwerbehindertenvertreter der öffentlichen Verwaltung ist auch eine ähnliche Veranstaltung für alle Vertrauensleute von Amberger Firmen und Einrichtungen geplant. Bei Interesse sollen sich die Vertrauensleute per E-Mail an Martin.Kroher@amberg.de wenden.


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