28.02.2019, 15:46 Uhr

Effizientes Arbeiten „Pilot-Landratsamt“ in Neustadt an der Waldnaab – kommt jetzt der digitale Bauantrag?

Bautechniker Marcus Rudnik, Kreisbaumeister Werner Kraus, Sachgebietsleiterin Bauverwaltung Christina Bauer, Abteilungsleiter Daniel Merk und Landrat Andreas Meier mit den „BAU-NEWS“. (Foto: LRA Neustadt an der Waldnaab)Bautechniker Marcus Rudnik, Kreisbaumeister Werner Kraus, Sachgebietsleiterin Bauverwaltung Christina Bauer, Abteilungsleiter Daniel Merk und Landrat Andreas Meier mit den „BAU-NEWS“. (Foto: LRA Neustadt an der Waldnaab)

Erstmals gibt es die „BAU-NEWS“, einen Jahresbericht des Bauamtes Neustadt an der Waldnaab. Damit möchte Landrat Andraes Meier und sein Team aus Baurechtlern und Bautechnikern über die Arbeit im Bauamt im abgelaufenen Jahr berichten.

LANDKREIS NEUSTADT AN DER WALDNAAB Insgesamt 1.491 Fälle wurden im Jahr 2018 gegenüber 1,422 im Vorjahr im Neustädter Bauamt bearbeitet. Neben den „normalen Baugenehmigungsverfahren“ gibt es immer mehr Sonderbauten, Freistellungen, Werbeanlagen, Tekturen oder Abweichungen zu bearbeiten.

Das Bauamt steht naturgemäß im Fokus der Bürgerinnen und Bürger, aber auch Firmen und Gemeinden. Oft werden vermeintlich lange Bearbeitungszeiten kritisiert. Diese entstehen oft durch fehlende Unterlagen in den Bauanträgen oder es müssen mehrere, teilweise externe Fachstellen gehört werden. Diese benötigen ebenfalls einige Zeit für ihre Stellungnahmen oder benötigen teilweise auch Gutachten, die die Gesamtbearbeitungszeit weiter verlängern. Um trotzdem Verbesserungen zu erreichen, wurde in den Bereichen Baurecht und Bautechnik das Personal jeweils um eine Person aufgestockt und interne Umstrukturierungen getroffen. Es wurden feste Teams aus jeweils einem „rechtlichen“ und einem „technischen“ Sachgebearbeiter gebildet, die gemeinsam für bestimmte Gemeinden zuständig ist. Das hat sich ausgezahlt: Die Bearbeitungszeiten der Bauanträge im vereinfachten Verfahren haben sich von 2017 auf 2018 von 105 auf 59 Tage fast halbiert! Auch bei den aufwändigen Sonderbauten konnte die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von 151 auf 97 Tage deutlich reduziert werden.

Besonders stolz ist die Leiterin der Bauverwaltung, Christina Bauer, auf einige zusätzliche umgesetzte Projekte, beispielsweise regelmäßige Informations- und Schulungsveranstaltungen für gemeindliche Bauamtsmitarbeiter. Diese sollen dazu beitragen, die Vorprüfung der Unterlagen bei den Gemeinden zu erleichtern, damit beim Landratsamt dann möglichst vollständige Anträge eingehen.

Für die Zukunft plant Landrat Andreas Meier als „Pilot-Landratsamt“ den digitalen Bauantrag einzuführen. Davon verspricht er sich eine weiter Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens und nicht zuletzt eine Reduzierung der anfallenden Papiermenge.


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