28.01.2019, 09:27 Uhr

Breite Unterstützung Politiker in den Landkreisen Schwandorf, Regensburg und Kelheim sprechen sich für eine Stadtumlandbahn aus

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Sehr lange schon engagierten sich Kommunalpolitiker für die Erhaltung der Stichstrecke nach Langquaid und die Wiederinbetriebnahme der Städtedreiecksbahn von Burglengenfeld nach Maxhütte-Haidhof. In der Vergangenheit äußersten sich der jetzige >Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Maria Scharfenberg (Grüne Landkreis Regensburg), Christian Kiendl (CSU-Fraktionsvorsitzender Landkreis Regensburg), Herbert Blascheck (CSU, Bürgermeister Langquaid im Landkreis Kelheim), Martin Neumeyer (CSU, Landrat Landkreis Kelheim),Horst Hartmann (SPD, Bürgermeister Kelheim) positiv zu einer Stadtumlandbahn Regensburg.

LANDKREIS REGENSBURG Der Fraktionsführer der SPD Maxhütte-Haidhof, Horst Viertlmeister, engagiert sich ebenfalls seit mehreren Jahren für die Wiederinbetriebnahme der Stichstrecke nach Burglengenfeld und eine Stadtumlandbahn. Auch der Geschäftsführer der GfN (Gesellschaft für Nahverkehr) sieht Bedarf für eine Umlandbahn nur auf DB-Gleisen. Der CSU-Bürgermeister der Stadt Burglengenfeld, Thomas Gesche, findet die Idee, eine Stadtumlandbahn von Burglengenfeld nach Langquaid zu prüfen, ebenfalls sehr unterstützenswert. Auch die ÖDP im Landkreis Schwandorf setzt sich für einen neuen Regionalverkehr um Regensburg ein. Nun hat sich mit Peter Aumer, Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Regensburg, ein Schwergewicht der bayerischen CSU, ebenfalls klar für eine Anbindung und Fortführung der zu planenden Stadtbahn als Regionalbahn ausgesprochen.

Die Stadtbahn hat einen Zeithorizont von zehn bis zwölf Jahren. Eine Stadtumlandbahn zunächst ausschließlich auf DB-Gleisen ist in drei bis fünf Jahren realisiert. Jan Mascheck von der Initiative „Pro Städtedreiecksbahn“ dazu: „Der Kern ist eigentlich ganz einfach: Wir haben drei Donauquerungen in Nord-Süd-Richtung, die morgens und abends alle dicht sind. Wir haben zwei Tunnelröhren auf der A93. Über weitere Donauquerungen wird schon lange gesprochen, dank Welterbetitels und anderen Widrigkeiten ist das allerdings sehr schwierig. Eine dritte Tunnelröhre muss erst in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden, was eine Realisierungszeitraum 25 Jahren und mehr haben kann. Der zunehmende Nord-Südverkehr bedingt durch weiteren Zuzug und der Entstehung neuer Lebensquartiere sowie Baugebiete nördlich von Regensburg in Relation zu den wachsenden Werken im Süden Regensburgs führt perspektivisch zu immer größeren Problemen. ‚Die Gleise liegen jedoch schon‘ auf den Stichstrecken nach Langquaid und Burglengenfeld, ein zusätzlicher Stadtumlandverkehr ist kein Hexenwerk. Der erste Schritt ist die Reaktivierung auf bestehenden Gleisen mit normalen Triebwagen (EBO) mit einer Durchbindung von Burglengenfeld nach Langquaid (‚Kopf machen‘ in Regensburg Hbf), vielleicht auch mit Wasserstoffbrennzellentechnologie wie in Kiel.“

Auch die Landrätin des Landkreises Regensburg Tanja Schweiger (Freie Wähler) hat unlängst den Bedarf von weiteren Kapazitäten bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) angemeldet. Die Regionalverkehre sind brechend voll, oft verspätet, hier ist sehr viel Potenzial für weitere Verkehre.

Natürlich stimmt die BEG einem zusätzlichen Stadtumlandverkehr von Burglengenfeld nach Langquaid nur zu, wenn die Mindestfahrgastzahl je Tag von 1000 Personen erreicht wird. Hier gibt es zwei pragmatische Ansätze: zum einen die Prüfung durch ein Gutachterbüro, aber auch zum Anderen einen zweijährigen Probebetrieb mit anschließender Auswertung der Ergebnisse.

Jan Mascheck von der Initiative fasst zusammen: „Politiker fast aller Parteien sind sich einig, dass eine Stadtumlandbahn Regensburg dringend nötig ist und realisiert werden muss, das erstreckte sich vom konservativen, über das umwelt- bis hin zum linken Spektrum der politischen Landschaft. Im Prinzip handelt es sich um ein großes „ungeschmiedetes“ Bündnis für eine Stadtumlandbahn, welches nun dringend von der Diskussions- und Besprechungsphase in eine Prüfungs- und Planungsphase überführt werden muss. Die Verkehrsprobleme um Regensburg wachsen jeden Tag. Der Landkreis Regensburg hat laut Prognose Jahr 2037 im Kreis 207 400 Einwohner, die Stadt Regensburg wuchs von 125.000 Einwohnern 1997 auf 163.000 in 2017 und hat ein weiteres prognostiziertes Wachstum von 8,8 Prozent bis 2037.“


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