22.11.2018, 10:43 Uhr

Bilanz für erstes Halbjahr 2018 Gewerkschaft fordert mehr Kontrollen auf Baustellen im Landkreis Schwandorf

Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen. Wenn Zollbeamte auf die Baustelle kommen, werden sie oft fündig. Die IG BAU fordert intensivere Kontrollen. (Foto: IG BAU)Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen. Wenn Zollbeamte auf die Baustelle kommen, werden sie oft fündig. Die IG BAU fordert intensivere Kontrollen. (Foto: IG BAU)

Schwarzarbeit und Lohn-Prellerei auf der Spur: Beamte des Zolls sollen die 127 Bauunternehmen im Landkreis Schwandorf noch häufiger auf illegale Machenschaften überprüfen. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums gefordert.

LANDKREIS SCHWANDORF Danach deckten Kontrolleure bei Firmen im Bereich des Hauptzollamts Regensburg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Schaden von 4,7 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf. Ein Großteil des Betrugs betraf das Baugewerbe: Allein in der Baubranche entgingen dem Staat 2,9 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervor. Für Christian Lang von der IG BAU Oberpfalz steht fest: „Die Bauwirtschaft bleibt im Branchenvergleich ein Hotspot krimineller Energie.“ Insbesondere Beschäftigte aus Osteuropa würden häufig um den Lohn gebracht, der ihnen zustehe. Am Ende komme das den Steuerzahler teuer zu stehen. „Bei Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen geht dem Staat richtig Geld verloren: Steuern und Sozialabgaben – also Beiträge, die der Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fehlen“, macht Lang deutlich.


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