11.10.2018, 18:19 Uhr

„Immenser Investitionsstau“ Die Amberger Bergwirtschaft muss generalsaniert werden

Mariahilfberg mit der Bergwirtschaft ganz rechts. (Foto: Michael Golinski/MG Fotografie)Mariahilfberg mit der Bergwirtschaft ganz rechts. (Foto: Michael Golinski/MG Fotografie)

Einen „immensen Investitionsstau“ und einen daraus resultierenden dringenden Handlungsbedarf attestiert Thomas Helm, Stadtpfarrer von St. Marin und damit auch zuständig für die Mariahilfbergkirche, der Amberger Bergwirtschaft.

AMBERG Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Tatsache, dass sich die Diözese Regensburg gegen ein Engagement der Kirchenstiftung in diesem Bereich ausgesprochen hat, begab man sich im März dieses Jahres auf die Suche nach einem externen Investor, der das Objekt auf Erbpachtbasis übernimmt und unter fachlicher Begleitung der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gewerbebau die erforderliche Sanierung durchführt.

Jetzt zeichnet sich eine adäquate Lösung für diese Liegenschaft ab, die aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem Mariahilfberg besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Aus diesem Grund haben sich die Beteiligten auch für eine Konzeption entschieden, die dieser Anforderung Rechnung trägt und gewährleistet, dass die geplanten baulichen Veränderungen nur in geringem Umfang nach außen sichtbar werden sowie ein dauerhafter Betrieb gesichert ist.

Da, wie auch Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik deutlich machte, eine Generalsanierung unumgänglich ist, sehen die Planungen nun einen Umbau vor, der unter anderem die „Baufehler“ der Vergangenheit korrigiert und die funktionalen Anforderungen an eine moderne Gaststättennutzung erfüllt. Dazu gehört vor allen Dingen auch eine weitestgehende Barrierefreiheit mit einer Toilettenanlage und größeren Gasträumen im Erdgeschoss sowie einem Saal, der ebenfalls ebenerdig erreichbar sein und deshalb in den Hang hinein gebaut werden soll.

Da die Wirtschaft durch die Neuerungen auch für Hochzeitsfeiern bestens geeignet ist, soll außerdem im Obergeschoß eine Hochzeitssuite errichtet werden. Weitere Gästezimmer sind in einer überschaubaren Anzahl – vorgesehen sind weniger als zwölf – unterhalb der Terrasse geplant. Diese verbleibt am jetzigen Ort, wird jedoch vergrößert und gewährt auch in Zukunft allen Interessierten einen freien Blick über die Stadt. „Alle Beteiligten stehen hinter diesem Projekt, das eine klare Verbesserung für das Objekt bedeutet“, stellen Oberbürgermeister Michael Cerny, Karlheinz Brandelik und Thomas Helm unisono fest und machen deutlich, dass damit nicht nur das Denkmal Mesnerhaus, das auch in die Denkmalliste eingetragen ist, wieder sichtbar gemacht werden soll. Gleichzeitig werde sichergestellt, dass die baulichen Eingriffe auf sensible Art und Weise erfolgen und nach außen sehr unauffällig bleiben, weshalb sich der äußere Anblick der Gastwirtschaft auch nach dem Umbau nur wenig verändern wird. Die Gewähr dafür übernehmen Handwerksmeister Michael Fellner und Architekt Georg Zunner, die sich mit dieser Planung beworben haben und damit aus dem Wettbewerb mit insgesamt vier Teilnehmern als Sieger hervorgegangen sind. Die weitere Zeitplanung sieht nun vor, das Projekt dem Stadtrat der Stadt Amberg in seiner nächsten Sitzung am Montag, 22. Oktober, unter anderem anhand eines Visualisierungsmodells öffentlich zu präsentieren.

Losgehen mit dem Umbau kann es frühestens nach dem 31. Juli kommenden Jahres, da zu diesem Zeitpunkt der Mietvertrag des jetzigen Gaststättenbetreibers endet und das Amberger Welttheater ohne Beeinträchtigungen über die Bühne gehen soll. Aber auch auf die Bedürfnisse des Franziskanerklosters werde man natürlich Rücksicht nehmen, wie die Beteiligten übereinstimmend erklärten. Insgesamt rechnet man nach derzeitigem Stand mit einer Bauphase von rund eineinhalb Jahren.


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