11.10.2018, 17:38 Uhr

Politik Ausstellung „25 Jahre Arbeitskreis Flüchtlingshilfe“ ist in Amberg zu sehen

Bürgermeisterin Brigitte Netta, die Leiterin des Arbeitskreises Anne Kuchler, Oberbürgermeister Michael Cerny und Günther Koller, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Amberg-Sulzbach bei der Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre Arbeitskreis Flüchtlingshilfe“. (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)Bürgermeisterin Brigitte Netta, die Leiterin des Arbeitskreises Anne Kuchler, Oberbürgermeister Michael Cerny und Günther Koller, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Amberg-Sulzbach bei der Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre Arbeitskreis Flüchtlingshilfe“. (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)

Im Beisein zahlreicher Vertreter des Stadtrates, der Stadt Amberg und der Flüchtlingshilfe haben Oberbürgermeister Michael Cerny, Caritas-Geschäftsführer Günther Koller und die langjährige Leiterin des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Anne Kuchler am Donnerstag, 11. Oktober, die Sonderausstellung „25 Jahre Arbeitskreis Flüchtlingshilfe“ im Amberger Congress-Centrum eröffnet.

AMBERG Die Ausstellung war im Rahmen der Jubiläums-Festveranstaltung gezeigt worden, hatte in dieser Vielfalt jedoch nur wenig Beachtung gefunden, sodass man übereingekommen war, die Objekte nochmals in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Die Präsentation setzt sich zum einen aus der Wanderausstellung „Alle in einem Boot“ zusammen, die vom Katholischen Hilfswerk „missio“ konzipiert wurde und aus bittersüßen Karikaturen zu Afrika und Europa besteht. Teil zwei dieser Ausstellung umfasst insgesamt drei Tafeln der Amberger Flüchtlingshilfe mit Informationen zur Historie, zu den Angeboten und zu den Inhalten der Arbeit, die in dem mit haupt- und mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzten Arbeitskreis geleistet wird.

Besucherinnen und Besucher der Präsentation sind dazu eingeladen, sich auf diese Weise eine Übersicht über die große Bandbreite an Hilfeleistungen zu verschaffen, die nach Aussage von Oberbürgermeister Michael Cerny „das aufgreift, was in Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben ist“. Darin bekennt sich das Deutsche Volk „zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“.

Günther Koller nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen zu bedanken, die die Flüchtlingsarbeit unterstützen, bei der Stadt Amberg ebenso wie bei den hauptamtlichen Beschäftigten und den insgesamt 30 bis 70 Ehrenamtlichen, die sich für die Asylbewerber und Geduldeten in Amberg engagieren. Die Tatsache, dass die Ausstellung, die bis Freitag, 19. Oktober, im Foyer im Obergeschoss zu sehen sein wird, parallel zur Veranstaltung der AfD stattfindet, die sich am Freitagabend im ACC zu einer Kundgebung trifft, ist nicht ganz zufällig gewählt. Aus diesem Grund wurde auch die Kurzform des gemeinsamen Statements, mit dem sich der gesamte Amberger Stadtrat anlässlich der Veranstaltung zu Wort gemeldet hat, gut sichtbar im Amberger Congress-Centrum ausgehängt. „Wir Amberger stehen für eine weltoffene, soziale, freundliche und solidarische Stadt, in der Ausgrenzung und Hass keinen Platz finden“, heißt es in dieser Erklärung, und weiter: „Wir bekennen uns zu einem geeinten Europa, das demokratischen, rechtsstaatlichen und sozialen Grundsätzen verpflichtet ist“.


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