24.09.2018, 10:44 Uhr

Stärkung des High-Tech-Standorts Siemens investiert in Amberg – Digitalisierungszentrum für Kunden, Besucher und Forschungszwecke

Die Siemens-Fabrik ist ein Idealbeispiel für die Industrie 4.0. (Foto: Max Etzold/Siemens AG)Die Siemens-Fabrik ist ein Idealbeispiel für die Industrie 4.0. (Foto: Max Etzold/Siemens AG)

Siemens errichtet auf dem Gelände seines Amberger Werks ein Digitalisierungszentrum für Kunden, Besucher und Forschungszwecke. Auf 5.000 Quadratmetern Fläche entstehen ein Besucherempfangsraum, eine Ausstellungsfläche sowie eine High-Tech-Werkstatt, die auch als Digitallabor für Forschungen von Studierenden der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) genutzt werden kann.

AMBERG Besucherzentrum und Digitallabor bilden Erd- und Untergeschoss des dreistöckigen Neubaus, das Obergeschoss soll als Bürofläche für rund 130 Mitarbeiter in der Entwicklung für SIMATIC-Steuerungen genutzt werden. Das Gebäude erhält für die Besucher einen eigenen öffentlichen Zugang. Insgesamt investiert Siemens einen zweistelligen Millionen Euro-Betrag in das Digitalisierungszentrum. Die Fertigstellung des Gebäudes ist bis Mitte 2020 geplant.

Am Siemens Standort Amberg und im Speziellen im Elektronikwerk Amberg melden sich jährlich hunderte von Besuchergruppen an, um sich über Anwendungen der digitalen Fabrik zu informieren. Im laufenden Produktionsbetrieb können die Besucher aber aus Kapazitätsgründen bislang nur eingeschränkt empfangen werden. „Unser Werk in Amberg gilt weltweit als Vorzeigefabrik für Industrie 4.0. In unserem neuen Digitalisierungszentrum werden wir konkret und anschaulich zeigen können, wie Digitalisierung in der diskreten Fertigung funktioniert und wo die Potenziale einer durchgängig integrierten und digitalisierten Produktion liegen“, sagt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Wir festigen damit die Vorreiterrolle Ambergs als High-Tech-Standort.“

„Mit dem Besucherzentrum kommen wir den Wünschen unserer internationalen Kunden und interessierten Besuchergruppen nach, sich vor Ort über die Möglichkeiten der digitalen Fertigung zu informieren. Zugleich forschen wir in unserem Digitallabor gemeinsam mit der OTH Amberg-Weiden an zukünftigen Prozessen zur Entwicklung digitaler Technologien“, sagt Ralf-Michael Franke, CEO des Siemens Geschäftsgebiets Factory Automation in der Division Digital Factory.“

Bayern Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer sieht in dem Digitalisierungszentrum ein Vorzeigeprojekt: „Die Digitalisierung ist der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft. Projekte wie das Digitalisierungszentrum in Amberg machen neue Technologien konkret erlebbar. Sie helfen, die Chancen der Digitalisierung auch einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.“

Das Digitalisierungszentrum bildet das gesamte Leistungsportfolio von Siemens für das Digital Enterprise ab und zeigt wie Produkte in einem digitalen Unternehmen entstehen und produziert werden. So kann entlang des gesamten Lebenszyklusses der Einsatz des Digital Enterprise Portfolios von der Software zur Produktentwicklung bis zur Produktion im realen Fertigungsprozess erlebt werden. Auf Ausstellungsflächen mit interaktiven Exponaten können Besucher die virtuelle und reale Welt eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus verfolgen und erfahren wie sich die Produktion der Zukunft entwickelt. Mit dem Digitallabor entsteht eine High-Tech-Werkstatt, in der solche Zukunftskonzepte entwickelt und getestet werden. Sie bietet Studierenden der OTH Amberg-Weiden die Möglichkeit, an zukunftsweisenden Digitalisierungsthemen mitforschen zu können. Damit ergänzt Siemens Amberg die Kooperations-Strategie „Innovative LernOrte (ILO)“ der Hochschule. „Wir intensivieren mit dem Angebot eines innovativen Lern-Orts das ohnehin schon hervorragende Netzwerk zur OTH“, sagt Dr. Gunter Beitinger, Leiter des Werksverbundes der Geschäftseinheit Factory Automation und des Elektronikwerks Amberg.


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