20.06.2018, 19:57 Uhr

Auftaktsitzung in Schwandorf Koordinierungsrat zum Ausbau der Bahnstrecke Hof-Regensburg gegründet

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die geplante Elektrifizierung der Bahnverbindung von Hof über Marktredwitz nach Regensburg und der dreigleisige Ausbau zwischen Regensburg und Obertraubling sind Themen eines neu gegründeten Koordinierungsrates.

SCHWANDORF/REGENSBURG Abgeordnete, Landräte, Bürgermeister und Verbandsvertreter aus allen Regionen entlang der rund 180 Kilometer langen Strecke sowie Vertreter des Freistaates Bayern folgten der Einladung der Deutschen Bahn AG und trafen sich am Mittwoch, 20. Juni, in Schwandorf zur Auftaktsitzung.

„Mit dem Koordinierungsrat wollen wir die gegenseitige Information und Kommunikation stärken. Wir setzen auf frühzeitige Einbindung aller Betroffenen vor Ort sowie eine transparente und intensive Auseinandersetzung mit offenen Fragen“, betonte Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, auf der heutigen Sitzung.

Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner ergänzt: „Das ist der nächste Meilenstein für das zentrale Oberpfälzer Infrastruktur-Großprojekt der nächsten Jahre. Schon bei anderen Bahnausbaumaßnahmen in Bayern hat sich die Flankierung durch ein solches Gremium bewährt. Auch aus meiner Zeit als Wirtschaftsministerin weiß ich um die positiven Effekte einer guten Öffentlichkeitsbeteiligung, insbesondere bei der Stromtrassen-Thematik. Zumindest steht hier ja schon die Trasse fest, die mit einer Oberleitung versehen wird.“

Die Leitung des Koordinierungsrates hat Alfred Schmitt, Leiter Großprojekte Süd bei der DB Netz AG, übernommen. Das Gremium soll künftig in der Regel zweimal jährlich tagen. Es wird einen Austausch zu allen den Streckenausbau betreffenden Themen ermöglichen und die Kräfte im Hinblick auf gemeinsame Ziele bündeln. Diskutiert wurde beispielsweise die Entscheidung des Bundes, den Streckenausbau nach den Standards der Lärmvorsorge zu planen. Dies hat Auswirkungen auf Zeitpläne und Projektumfang.

Die Elektrifizierung Hof – Regensburg und der dreigleisige Ausbau zwischen Regensburg und Obertraubling sind als Projekte des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten. Während die Planung für den Abschnitt Hof-Marktredwitz bezüglich des Schallschutzes überarbeitet wird, hat für die Elektrifizierung Marktredwitz – Regensburg die Grundlagenermittlung begonnen. Ab Herbst möchte die Bahn sämtliche Landkreise und Gemeinden entlang dieser Strecke zu Planungsauftaktgesprächen besuchen. Für den dreigleisigen Ausbau Regensburg-Obertraubling läuft derzeit ebenfalls die Grundlagenermittlung. Ziel der Projekte ist, den so genannten Ostkorridor zu stärken und dort ein besseres Zugangebot zu ermöglichen.

Auch für den Bahnausausbau von Nürnberg über Marktredwitz nach Schirnding wurde in dieser Woche ein Koordinierungsrat gegründet. Die Auftaktsitzung fand am 18. Juni in Lauf an der Pegnitz statt.

Weitere Informationen zu den Ausbauprojekten der Bahn im Nordosten Bayerns gibt es im Internet unter www.bahnausbau-nordostbayern.de.


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