24.04.2018, 18:26 Uhr

Gedenktag am 28. April Die IG BAU ruft zum Workers‘ Memorial Day im Landkreis Schwandorf zur Gedenkminute auf

Gedenken an die Opfer von Arbeitsunfällen: Die Gewerkschaft IG BAU ruft am Workers‘ Memorial Day zu einer Schweigeminute auf. (Foto: IG BAU)Gedenken an die Opfer von Arbeitsunfällen: Die Gewerkschaft IG BAU ruft am Workers‘ Memorial Day zu einer Schweigeminute auf. (Foto: IG BAU)

„Jeder Unfall ist einer zu viel“ – unter diesem Motto ruft die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Landkreis Schwandorf zu einer Gedenkminute für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Bereits am kommenden Freitag, 27. April,dem Vortag des internationalen Workers‘ Memorial Days, soll um 12 Uhr der Menschen gedacht werden, die im Job tödlich verunglückt oder berufsunfähig geworden sind, so die IG BAU Oberpfalz.

LANDKREIS SCHWANDORF „Die Schweigeminute erinnert daran, dass nicht nur auf anderen Kontinenten beim Arbeitsschutz einiges im Argen liegt, sondern auch bei uns noch viel zu tun ist, um Beschäftigte besser zu schützen“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Christian Lang. So kam es nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) auf Baustellen in Bayern im Jahr 2017 zu rund 17.700 Arbeitsunfällen, neun Unfälle endeten tödlich.

„Stürze vom Gerüst oder Verletzungen mit dem Häcksler entstehen oft unter Stress. Die Zeit für das richtige Absichern oder das Anziehen der Schutzkleidung muss aber da sein“, betont Lang. Der Gewerkschafter kritisiert die Haltung mancher Arbeitgeber, im Arbeitsschutz lediglich einen Kostenfaktor zu sehen: „Unternehmen sind dazu verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Wer daran spart, handelt unverantwortlich.“

Der Workers‘ Memorial Day fand erstmals 1984 in Kanada statt: Die Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst rief damals dazu auf, der im Arbeitsleben verstorbenen Mitarbeiter zu gedenken. Seit 1989 wird der Gedenktag weltweit begangen. In der Berliner Gedächtniskirche findet dann am 28. April ein zentraler Gedenkgottesdienst mit Vertretern von Christentum, Islam und Judentum statt.


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