03.04.2018, 15:19 Uhr

Politik Ostbayernrunde informierte sich bei der Autobahndirektion über Straßenbauprojekt

Die Mitglieder der Ostbayernrunde haben sich das Ziel gesetzt, die ostbayerische Straßeninfrastruktur in der Verantwortung des Bundes voran zu bringen. (Foto: Büro Aumer)Die Mitglieder der Ostbayernrunde haben sich das Ziel gesetzt, die ostbayerische Straßeninfrastruktur in der Verantwortung des Bundes voran zu bringen. (Foto: Büro Aumer)

Auf Einladung des Vorsitzenden der Ostbayernrunde und CSU-Bundestagsabgeordneten für den Bundeswahlkreis Schwandorf/Cham, Karl Holmeier, trafen sich Mitglieder der Ostbayernrunde bei der Autobahndirektion Süd in Regensburg, um sich über die umfangreichen und aktuellen Straßenbauprojekte in Ostbayern und den Stand der Errichtung der Autobahn-Infrastrukturgesellschaft zu informieren.

REGENSBURG Der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Professor Dr.-Ing. Wolfgang Wüst, begrüßte dazu die Abgeordneten Peter Aumer, Karl Holmeier, Florian Oßner, Alois Rainer und Max Straubinger. Zu Beginn stellte der Leiter der Dienststelle Regensburg, Christian Unzner, den Abgeordneten die derzeit größte Straßenbaumaßnahme in Ostbayern vor: Der sechsstreifige Ausbau der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof.

Karl Holmeier, der auch verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe ist: „Der sechsstreifige Ausbau der A3 ist kein alltägliches Straßenbauprojekt.“

In den nächsten fünf Jahren werden auf einem Abschnitt von rund fünfzehn Kilometern unter anderem sechzehn Brücken und Unterführungen im Rahmen der Maßnahme neu gebaut. Trotz der komplizierten Bauwerke und Belastungen, wie zum Beispiel durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, werden während der Bauphase alle vier Fahrspuren und Ein- und Ausfahrten der A3 aufrechterhalten, um die Belastungen auf Anwohner und Industrie so gering wie möglich zu halten. Soweit technisch und unter Rücksicht auf Lärm- und Naturschutz möglich, wird der Ausbau auch mit Nachtbaustellen durchgeführt. Neben zahlreichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Naturschutz, wird gerade auf die Verbesserung des Lärmschutzes ein großes Augenmerk gelegt. So werden bestehende Lärmschutzwälle und –wände erneuert und zusätzliche neu gebaut. Auch wird die Fahrbahn mit modernem Lärmschutzasphalt versehen. „Dies alles führt auch für die betroffenen Anlieger zu einer echten Verbesserung“, so Holmeier.

Der Leiter der Regensburger Dienststelle, Christian Unzner, bedankte sich bei dem örtlichen Abgeordneten Peter Aumer und den Mitgliedern der Ostbayernrunde für ihren Einsatz zur rechtzeitigen Baufreigabe. Nur so konnten zwei Jahre Verzögerung verhindert werden. Neben umfangreichen telemetrischen Vorwarneinrichtungen legen die Behörden gerade auch auf die Informationspolitik großen Wert. Unter www.a3-regensburg.de wird der Baufortschritt, vor allem aber auch die aktuelle Verkehrslage rund um die Uhr veröffentlicht.

Zusätzlich zum Ausbau der A3 informierten sich die Abgeordneten der Ostbayernrunde auch über andere Straßenbauprojekte. So zum Beispiel über den Sachstand beim Weiterbau der Bundesstraße B15 und den Ausbau der Bundesautobahn A94. Auch Ausbaumaßnahmen der A3 in Niederbayern und die Installation eines Verkehrsleitsystems wurden diskutiert. Weiterhin wurden den Abgeordneten die neuen Entwicklungen im Winterdienst und in der Verkehrstelematik vorgestellt.

Ein Thema, dass neben den Abgeordneten auch das Behördenpersonal beschäftigt, ist die Umwandlung der Autobahndirektionen in eine Infrastrukturgesellschaft des Bundes. Dies ist eine der größten infrastrukturpolitischen Reformen der letzten Jahrzehnte. Mit der Gründung der Infrastrukturgesellschaft sollen Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Erhalt der Bundesstraßen in einer Gesellschaft gebündelt werden. Der Bund verspricht sich davon Verbesserungen bei Planung, Finanzierung und Durchführung von Straßenbauprojekten. Die Mitglieder der Ostbayernrunde sind sich einig, dass die Umwandlung im Hinblick auf die Zukunft richtig ist. Sie darf aber auf keinem Fall auf dem Rücken der Mitarbeiter geschehen. Den anwesenden Personalvertretern sprachen sie Ihre vollste Unterstützung zu. Die aktuellen Maßnahmen im Straßenbau zeigen, wie wichtig kompetentes Personal in den zuständigen Behörden ist. Nur so können die enormen Anforderungen an die Infrastruktur in der Boomregion Ostbayern bewältigt werden. Das ist die Voraussetzung um die wirtschaftliche Entwicklung und optimale Lebensverhältnisse für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

Als zweiter Termin stand ein Besuch beim evangelischen Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss auf dem Programm. Die Abgeordneten diskutierten mit dem Regionalbischof vor allem über den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Der Regionalbischof stellte dabei die Kultur des Miteinanders in den Mittelpunkt, dazu gehört für ihn auch die Verortung in der Heimat.


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