11.03.2018, 12:43 Uhr

Bilanz fällt positiv aus Überwachung des fließenden Verkehrs in Schwandorf hat sich bewährt

(Foto: Johannes Hartl)(Foto: Johannes Hartl)

In Schwandorf hat sich die Überwachung des fließenden Verkehrs, die im letzten Jahr eingeführt wurde, als Erfolg erwiesen. Eine Ausweitung auf weitere Straßen ist deshalb geplant.

SCHWANDORF Mehr Kontrolle für mehr Verkehrssicherheit: Mit diesem Ziel ist die Stadt Schwandorf im vorigen Jahr dem Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz beigetreten, um eine zusätzliche Überwachung sicherzustellen. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf den gefährdeten Bereichen, zum Beispiel den Straßen im Umfeld von Schulen oder Kindergärten. Insgesamt wurden seit Oktober 2017 10 verschiedene Straßen im gesamten Stadtgebiet ausgewiesen, die einer speziellen Überprüfung unterzogen wurden.

Im Rahmen dieser Maßnahme wurden zwischen dem 01. Oktober und dem 31. Dezember 2017 „effektiv 72 Stunden lang Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt“. Von den 20.753 Fahrzeugen ließen sich demnach 1.075 Fahrzeuge erfassen, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Das entspricht einer Quote von 8,32 Prozent. Vor allem die Steinberger Straße, der Sitz des St.-Babara-Krankenhauses, war laut Aussage von Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger überdurchschnittlich oft betroffen. Weitere Auffälligkeiten ließen sich zudem bei der Zielheimer Straße und der Dachelhofer Straße „jeweils im Bereich der Schule“ feststellen. Angesichts dieser Daten habe sich die Einführung einer eigenen Überwachung, die ergänzend zu den Maßnahmen der Polizei durchgeführt wird, als Erfolg erwiesen.

Um eine „Gelddruckmaschine“ handele es sich bei den neuen Kontrollen allerdings nicht, versicherte Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU). Für die erbrachten Leistungen hat die Stadt dem Zweckverband rund 20.500 Euro bezahlt, was in etwa deckungsgleich mit den Einnahmen aus den Kontrollen ist. „Finanziell ist es letztlich ein Plus-Minus-Null-Geschäft“, so Schamberger. Im Hinblick auf die Sicherheit der Bevölkerung hätten sich die Kontrollen jedoch als effektive Maßnahme erwiesen, erklärte der OB. „Wir konnten zum Beispiel im Bereich der Berufsschule feststellen, dass dort bei den Autofahrern tatsächlich ein Lerneffekt eintritt“, so Feller. Stadtrat Hans Sieß (CSU) konnte das aus eigener Erfahrung bestätigen. Er lebt in der Zielheimer Straße und konnte selbst beobachten, dass die Kontrollen „Wirkung zeigen“. Seiner Meinung zufolge sei die Maßnahme ein „absoluter Erfolg“.

Auch die Polizei teilt diese Einschätzung. „Wir sehen das sehr positiv“, sagte deren Vertreter Dieter Jäger, der bei der Schwandorfer Inspektion als Sachbearbeiter Verkehr tätig ist. „Als Polizei sind wir sehr froh über die Entscheidung des Stadtrats für mehr Verkehrssicherheit.“ Jeder Verletzte, der sich mit den zusätzlichen Kontrollen vermeiden lasse, sei am Ende „ein Gewinn für die Stadt und die Bürgerschaft“. Das sieht Norbert Rötzer, der erste Vorsitzende der Verkehrswacht Schwandorf, genauso. Er sei als beratendes Mitglied des Verkehrsausschusses sehr dafür und begrüße die zusätzlichen Kontrollen, betonte der Rechtsanwalt.

Aufgrund dieser positiven Erfahrungen soll die Überwachung noch 2018 ausgedehnt werden. Im Fokus sollen hierbei Straßen stehen, die als besonders „auffällige Stellen“ bekannt sind — ohne dass die einzelnen Adressen durch den Verkehrsausschuss bekanntgegeben wurden. Auf lange Sicht, erklärte Ordnungsamtsleiter Schamberger, solle dadurch die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöht werden.


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