01.03.2018, 09:40 Uhr

Urlaub von der Bürokratie IHK-Tourismusausschuss trifft sich im Landkreis Schwandorf zum Dialog mit der Politik

Annette Karl und Dr. Gerhard Hopp diskutierten mit den Mitgliedern des Tourismusausschusses rund um IHK-Tourismusexpertin Silke Auer (l.) künftige Entwicklungen und notwendige Maßnahmen im Tourismusbereich. (Foto: Berschneider)Annette Karl und Dr. Gerhard Hopp diskutierten mit den Mitgliedern des Tourismusausschusses rund um IHK-Tourismusexpertin Silke Auer (l.) künftige Entwicklungen und notwendige Maßnahmen im Tourismusbereich. (Foto: Berschneider)

Bei seiner Sitzung im Hotel Wolfringmühle diskutierte der IHK-Tourismusausschuss mit den Landtagsmitgliedern Annette Karl und Dr. Gerhard Hopp das Grundsatzpapier Tourismus der bayerischen IHKs.

FENSTERBACH Die Themen Chancen der Digitalisierung, Fördermittelpolitik in Bayern und die Forderung nach Bürokratieabbau dominierten die Diskussion. „Der Tourismus im ländlichen Raum ist ein Stabilitätsfaktor für die Region“, betonte Karl die Wichtigkeit der Branche. Das Hotel- und Gaststättengewerbe (HOGA) im IHK-Bezirk wird vor allem von kleineren, familiengeführten Unternehmen geprägt, die in ihrem Geschäftsalltag vielen Vorschriften gegenüberstehen. Ausschussvorsitzender Ulrich N. Brandl weiß: „Während Großkonzerne ganz andere Möglichkeiten haben, bürokratische Vorgabe zu verarbeiten, fehlen bei kleineren Betrieben oft die nötigen Ressourcen.“ Es müsse möglich sein, den Bürokratieaufwand an die Betriebsgröße zu koppeln.

Querschnittsbranche Tourismus

Bei Maßnahmen zur Imagesteigerung der HOGA-Berufe sieht der Tourismusausschuss auch die Politik in der Pflicht. Nur so könne man dem Fachkräftemangel, auch bedingt durch die oftmals geringe gesellschaftliche Wertschätzung von Ausbildungsberufen in der HOGA-Branche, begegnen. Hopp bezeichnete den Tourismus als Querschnittsbranche, von dessen Qualität auch andere Wirtschaftszweige wie der Einzelhandel oder Dienstleister profitieren. Genau das mache es auf „politischer Ebene oft schwierig, die Zuständigkeiten zu klären und Kompetenzen zu bündeln“, waren sich die Landtagsabgeordneten Karl und Hopp einig. Beide versprachen, die Anregung des Tourismusausschusses in politische Diskussionen mitzunehmen.


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