14.12.2017, 14:03 Uhr

Weniger Lohn 720 Reinigungskräften im Kreis Schwandorf droht Rückfall auf gesetzlichen Mindestlohn

Wer als Reinigungskraft arbeitet und nicht in der Gewerkschaft ist, dem drohen ab Januar deutliche Lohneinbußen. Davor hat die IG BAU Oberpfalz gewarnt. (Foto: IG BAU)Wer als Reinigungskraft arbeitet und nicht in der Gewerkschaft ist, dem drohen ab Januar deutliche Lohneinbußen. Davor hat die IG BAU Oberpfalz gewarnt. (Foto: IG BAU)

Lohn-Lücke in der Gebäudereinigung: Einem Großteil der rund 720 Reinigungskräfte im Landkreis Schwandorf droht ab Januar der Rückfall auf den gesetzlichen Mindestlohn. Statt 10,30 Euro würden bei ihnen dann lediglich 8,84 Euro pro Stunde auf dem Lohnzettel stehen. Einer Vollzeitkraft gehen damit rund 250 Euro im Monat verloren. Bei Glas- und Fassadenreinigern liegt die Lohn-Lücke sogar bei knapp 800 Euro, warnt die IG BAU Oberpfalz.

SCHWANDORF Der Grund: Das Bundesarbeitsministerium hat die neuen Tariflöhne für die Branche noch nicht für allgemeinverbindlich erklärt. Der alte Tarifvertrag läuft jedoch Ende Dezember aus. „Damit gilt das Januar-Lohn-Plus, das die IG BAU mit den Arbeitgebern ausgehandelt hat, nicht automatisch in allen Betrieben. Nur Gewerkschaftsmitglieder können darauf einen Anspruch erheben“, erklärt

Bezirksvorsitzender Christian Lang. Um das Lohn-Plus im Januar zu bekommen, sollten Reinigungskräfte noch im Dezember in die IG BAU eintreten. Ausführliche Infos und Unterstützung für Beschäftigte gibt es in den IG BAU-Büros in Schwandorf unter der Telefonnummer 09431/ 3653 und in Regensburg unter der Telefonnummer 0941/ 793747.


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