30.11.2017, 15:30 Uhr

Wahlen in Wernberg-Köblitz Georg Butz nimmt Abschied vom Bürgermeisteramt – und freut sich auf Zeit mit seiner Familie

Georg Butz. (Foto: Markt Wernberg-Köblitz)Georg Butz. (Foto: Markt Wernberg-Köblitz)

Am Mittwoch, 29. November, hat in Wernberg-Köblitz im Landkreis Schwandorf Konrad Kiener sein Amt als neuer Bürgermeister angetreten. Er war am 24. September mit 63,83 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Georg Butz gewählt worden. Für beide beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der eine ist nun erster Bürger des Marktes, der andere geht in den wohlverdienten Ruhestand.

WERNBERG-KÖBLITZ Georg Butz blickt zufrieden auf seine 18 Jahre Amtszeit zurück, auch, wenn es nicht immer ganz einfach war. Er musste feststellen, dass sich der Anspruch der Bürger in den Jahren verändert hat: „Kommunalpolitik war schon immer nicht ganz einfach. Auch die Arbeit als Bürgermeister ist vom Zeitgeist „Immer schneller, immer umfassender“ geprägt. Insgesamt ist es sicher anspruchsvoller geworden, allen Wünschen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, weil sich auch das Zusammenleben aller verändert hat. Die persönlichen Anliegen der Einzelnen treten immer mehr in den Blickpunkt“, berichtet Butz im Wochenblatt-Gespräch. „Für das Gremium ist es oft schwierig, die Entscheidungsfindung richtig zu treffen.“ Von Anfang an hatte Butz keine eigene Mehrheit im Marktrat, das hat er aber nicht als störend empfunden, „sondern eher als Anreiz. Es mussten viele Aspekte für eine Entscheidung abgewogen werden, um einen breiten Konsens zu erreichen. Ich bin überzeugt, das war nicht zum Nachteil von Wernberg-Köblitz.“ Die Zusammenarbeit war aber letztlich doch gut, „Probleme, die auftauchten, wurden weitgehendst durch eine gemeinsame Beratung im Marktrat gelöst. Natürlich gab es auch, vor allem wenn Außenstehende beteiligt waren, nicht immer die gewünschte Lösung. Grundstücksverhandlungen zum Beispiel unterliegen, besonderen Regeln hier war es besonders schwierig, das gewünschte Ergebnis für den Markt Wernberg-Köblitz zu erreichen.“

In den vergangene 18 Jahren hatte es viele große „und für die Entwicklung des Marktes Wernberg-Köblitz wichtige Projekte“ gegeben, so Butz. In den ersten ajhren waren der Neubau der Kläranlage und der Anschluss aller Ortsteile an die Kläranlage wichtig. „Ebenso wichtig und über mehrere Haushaltsjahre verteilt war die Sanierung- und der Neubau der Grund- und Mittelschule. Vielen Straßenprojekten in den Orten, parallel zu den Kanalbaumaßnahmen, Erneuerungen der Gemeindeverbindungsstraßen und der gemeinsam mit den Jagdgenossen begonnenen Sanierung der Wald- und Wirtschaftswege wurde viel Zeit geschenkt“, berichtet Butz – und das alles konnte natürlich nur mit dem entsprechenden finanziellen Aufwand durchgeführt werden. Die Ortskernsanierung mit Marktplatz, Nürnberger und Weidner Straße und der Parkplatz beim Friedhof Wernberg beschäftigten

Butz mehrere Jahre. Baulanderschließung und Erweiterung unseres Industriegebietes West I sowie Ankauf und Erschließung des Gebietes West II setzten „weitere Meilensteine in unserer Gemeinde“, sagt Butz. „Die Vermarktung dieser Gebiete war ein wichtiges Anliegen.“

Besonders wichtig war Butz auch immer der Kontakt zu den Menschen vor Ort: „Zu den Aufgaben gehörte auch immer eine Reihe von Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, um deren Anliegen zu kennen und wenn möglich eine Lösung zu finden. Herzlichen Dank hier an alle für die Aufgeschlossenheit und die angenehme Atmosphäre“, sagt Butz. „Ich schätze Aufgeschlossenheit der Bürgerinnen und Bürger in Wernberg-Köblitz, das gesellschaftliche Leben im Ort, und die Lage in der mittleren Oberpfalz, mit seinen Freizeitmöglichkeiten. Die hervorragende Gastronomie und die Angebote der Vereinesorgen dafür, dass man sich wohlfühlt. Die beste Verkehrs Infrastruktur mit Autobahnkreuz, Nahverkehrsangeboten, Wander- und Radwegenetz bieten weitere Vorteile.“

Die Arbeit ist damit nicht getan, auch in den kommenden Jahren gibt es zahlreiche Herausforderungen, die in Wernberg-Köblitz gemeistert werden müssen. Die Marktgemeinde müsse – in allen Bereichen – vorangebracht werden, so Butz. Die Verbindung zu den Nachbarkommunen zu halten und zu stärken, die Bürgerinnen und Bürger in die notwendigen Entscheidungen mit einzubinden und die vorhandenen Gewerbegebiete zu vermarkten, das alles sei sehr wichtig. „Neue Baugebieten müssen ausgewiesen werden. Das Zusammenleben in der Gemeinde ist weiterhin zu fördern, auch durch den Ausbau von Kulturangeboten und die Erstellung- und Sanierung von Veranstaltungsräumen“, so Butz.

Seinem Nachfolger Konrad Kiener wünscht Butz „große Einsatzbereitschaft für die Belange von Wernberg-Köblitz, Verhandlungsgeschick mit Behörden und Förderstellen. Kiener solle einen offenen Umgang im Marktrat mit Marktratsmitgliedern führen und Diskussions- und Kompromissbereitschaft zeigen, einen guten Draht zu allen Bürgerinnen und Bürgern haben sowie eine hinter ihm stehende Verwaltung. „Weitblick, Verantwortungsbewusstsein, ausreichende Beharrlichkeit, beste Gesundheit und starken Rückhalt in seiner Familie“, das wünscht er seinem Nachfolger.

Und wie sieht es bei ihm selbst aus? Was wünscht sich Butz für den Ruhestand? „Ich wünsche mir, die Wahlperiode im Kreistag bis 2020 zu Ende zu bringen. Er möchte nun der „Familie, den Kindern und Enkeln, die mögliche Zeit, auf die sie bisher verzichten mussten, widmen“. Außerdem wird er sicherlich weiterhin am Geschehen im Markt Wernberg-Köblitz interessiert bleiben. Und das Wichtigste: „Gesund die nächsten Jahre genießen können.“


0 Kommentare