12.01.2021, 10:52 Uhr

Breitbandausbau Glasfaser für die Randlagen im Markt Beratzhausen

 Foto: Sukharevskyy Dmytro/123rf.com Foto: Sukharevskyy Dmytro/123rf.com

Bekanntlich sind die letzten Meter eines langen Weges immer die Schwersten. Dies gilt auch für den Breitbandausbau. Alle Experten sind sich einig, dass zukünftig nur ein Glasfaseranschluss (FTTH Fiber-to-the-home Glasfaser bis ins Haus) eine uneingeschränkte Teilhabe an der Informationsgesellschaft ermöglicht.

Beratzhausen. Glasfaserkabel sind 100 Millionen Mal so leistungsfähig wie die alten Kupferleitungen. Doch die Errichtung eines Glasfasernetzes ist aufwendig und teuer. Hierbei wird gerade auf die Erschließung von Rand- und Einzellagen häufig aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen verzichtet. Der Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland nehmen sich dieser Herausforderungen an und unterstützen die Kommunen dabei allen Bürgern die Teilhabe an der Informationsgesellschaft zu ermöglichen. Umfangreiche Förderprogramme sollen den Gigabit-Netzausbau ermöglichen.

Der Markt Beratzhausen startete im Mai 2020 ein Auswahlverfahren nach der Rahmenrichtlinie des Bundesverkehrsministeriums. Das Ziel des Verfahrens war es einen Netzbetreiber für das in den bisher unterversorgten Ortslagen zu errichtende passive Glasfaser-Netz auszuwählen. Im Rahmen des offen, transparenten und diskriminierungsfreien Vergabeverfahrens wählte der Markt Beratzhausen den Regensburger Telekommunikationsanbieter R-KOM mit seinem Dienstangebot Glasfaser Ostbayern aus. R-KOM ist ein kommunales Unternehmen der Stadt Regensburg und als Pionier des Glasfasernetzbaus seit über 25 Jahren tätig.

Zur Schließung der Versorgungslücke im Markt Beratzhausen wird, wenn alle Genehmigungen und Freigaben vorliegen, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Glasfasernetz errichtet. Dieses Netz reicht vom zentralen Knoten in die Keller der bisher unterversorgten 386 Gebäude. Die Aufgabe des Netzbaus übernimmt der Markt Beratzhausen. R-KOM wird anschließend das Glasfasernetz anmieten, betreiben und Telekommunikationsdienste anbieten. „R-KOM und die Marktgemeinde sind sich soweit einig. Wir warten nun auf die Genehmigung des Vorhabens durch die Bundesnetzagentur und die Vergabestelle, beginnen dann umgehend mit der Netzplanung. Ab Herbst 2021 wollen wir dann die Bauleistung ausschreiben, so dass pünktlich mit dem Frühjahr 2022 der Tiefbau startet. Die ersten Bürger könnten 2022 das Glasfasernetz nutzen“, beschreibt der Bürgermeister Matthias Beer den Zeitplan des Projektes.

„Ich freue mich sehr, dass wir auf Basis einer kommunalen Zusammenarbeit zukünftig die Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit im Markt Beratzhausen liefern dürfen“, kommentiert der R-KOM-Geschäftsführer Alfred Rauscher die Vergabeentscheidung des Marktrates. „Bei allen kommenden Bauvorhaben gilt es das Glasfasernetz weiter, kostengünstig in Richtung Kunde auszubauen. Unser gemeinsames Ziel ist es in einigen Jahren die Gebäude im Markt Beratzhausen flächig direkt am Glasfasernetz angeschlossen zu haben. Nur die Glasfaser sichert die Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit.“

Der Bürgermeister des Marktes Beratzhausen Matthias Beer setzt mit der Vergabeentscheidung an R-KOM konsequent seinen nachhaltigen, regionalen Weg fort. Getreu seinem Motto: „Lasst uns neu denken“, ist die Gründung einer kommunalen Infrastrukturgesellschaft ein Meilenstein, der bisher städtischen Regionen vorbehalten war. „Wir wollen unsere Heimat gestalten und übernehmen hierfür auch die Verantwortung,“ beschreibt Bürgermeister Beer die Interessen der Politik, „R-KOM ist für uns als Partner nicht nur von der Geschäftsausrichtung, sondern auch durch die Regionalität der Hauptgewinn. Ich bin mir sicher, dass unsere Bürger in naher Zukunft optimal versorgt sind.“


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