12.01.2021, 10:45 Uhr

Kinderhilfe Afghanistan Bayerische Weihnachten am Hindukusch

 Foto: Kinderhilfe Afghanistan Foto: Kinderhilfe Afghanistan

Mit auch tagsüber minus 15 Grad war es in Kabul an den Weihnachtstagen nicht nur deutlich kälter als an der bosnisch-kroatischen Grenze in den von etwa tausend afghanischen jungen Männern bewohnten Flüchtlingslagern. Über deren trauriges Schicksal vor unserer Haustür haben die Medien über die Feiertage zu Recht ausführlich berichtet und die Politik zu Hilfe aufgerufen.

Mintraching/Kabul. Von den vier Millionen Afghanen in Kabul friert, vegetiert und hungert jeder Zehnte – darunter mehr als 200.000 Kinder -– in elenden Slums ohne ein wärmendes Dach über dem Kopf , ohne Trinkwasser, Strom und Heizung. Seit Monaten kämpfen diese Familien unter Corona-Bedingungen um das tägliche nackte Überleben. Wie viele Frauen und Kinder über die Feiertage bei der Eiseskälte erfroren, verhungert oder an Corona verstorben sind, wissen wir nicht. Denn über deren Schicksal in einem Land, in dem seit fast 20 Jahren deutsche Soldaten und Entwicklungshelfer engagiert sind, haben wir in unseren Medien nichts erfahren.

Die afghanischen Mitarbeiter der Mintrachinger „Kinderhilfe-Afghanistan“, darunter Freiwillige der älteren Schüler und Studenten, haben in einer mehrtägigen Hilfsaktion 5.000 Familien aus den Slums weihnachtliches Licht gebracht. Gegen Corona und die brutale Kälte wurden Corona-Hygiene-Sets, warme Decken, Mäntel, Jacken und Pakete mit Grundnahrungsmitteln verteilt. Tausende Kinder freuten sich über Schokolade und süßes Gebäck. Dank der großartigen Unterstützung vor allem aus Bayern kann die Kinderhilfe diese Überlebenshilfe auch zu Jahresbeginn fortsetzen.


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