16.12.2020, 12:43 Uhr

Politik Metzger in der Region atmen auf – sie bleiben von weiteren bürokratischen Auflagen verschont

Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer berichtet Innungsobermeister Werner Muggenthaler von dem Erfolg beim Gesetzgebungsverfahren. Foto: Joachim StraußDer Bundestagsabgeordnete Peter Aumer berichtet Innungsobermeister Werner Muggenthaler von dem Erfolg beim Gesetzgebungsverfahren. Foto: Joachim Strauß

Große Erleichterung herrschte bei den Metzgermeistern Werner Muggenthaler und Max Brunner. Sie bleiben von weiteren bürokratischen Auflagen verschont.

Regenstauf/Berlin. Die Nachricht des Bundestagsabgeordneten Peter Aumer erreichte beide bei der Arbeit an der Fleischtheke. Im Sommer hatten sie sich an Aumer gewandt, als bekannt wurde, dass die geplanten Kontrollverschärfungen durch die Vorfälle in Großschlachtereien auch auf die regionalen Handwerksbetriebe Anwendung finden sollen. Obwohl diese größtenteils nicht einmal mehr selbst schlachten. Der Einsatz über den Bundestagsabgeordneten vor Ort hat sich gelohnt.

Der Deutsche Bundestag beschließt am Mittwoch, 16. Dezember, das Arbeitsschutzkontrollgesetz. Mit dem Gesetz sollen ab dem 1. Januar 2021 Werkverträge und Zeitarbeit in der Fleischindustrie verboten werden. Ziel des Gesetzes sind bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Kritik an der Praxis von Werkverträgen und Zeitarbeit beim Schlachten und Zerlegen, ist durch mehrere Corona-Ausbrüche bei großen Schlachtbetrieben im Bundesgebiet im Sommer aufgekommen. Im Gesetz sind auch mehr Kontrollen von Arbeitsschutzvorschriften inklusive fester Prüfquoten vorgesehen sowie eine digitale Erfassung von Arbeitszeiten und Mindeststandards für Sammelunterkünfte vorgeschrieben.

Der Bundestagsabgeordnete für Regensburg, Peter Aumer hat bereits nach der ersten Lesung des Gesetzes darauf hingewiesen, dass das Handwerk mit dem Gesetz nicht benachteiligt werden darf. Nach Gesprächen mit der Fleischerinnung sowie den Metzgereien Brunner und Muggenthaler hat sich Aumer im Ausschuss sowie beim Bundesarbeitsminister Heil für eine Änderung des Gesetzes eingesetzt, die den Interessen der Handwerksbetriebe besser gerecht wird. Dieser Einsatz hatte Erfolg. So gilt, dass bei Metzgerbetrieben mit mehreren Verkaufsfilialen und weniger als 50 Mitarbeitern – ohne Verkaufspersonal und Auszubildende – das Arbeitsschutzgesetz nicht gilt.

Aumer: „Mir war es wichtig unsere Metzgereien vor noch mehr Bürokratie zu schützen und den Handwerksbetrieb vor Ort zu erhalten. Alle fordern regionale Lebensmittel, dann müssen wir auch bereit sein, uns für die regionale Produktion von Lebensmitteln einzusetzen.“

Der Obermeister der Fleischerinnung Regensburg, Werner Muggenthaler, sieht die von Aumer geforderten und aufgenommenen Änderungen im Gesetz sehr positiv. Auch der Karether Metzgermeister Max Brunner freut sich über die Verbesserungen im Gesetz. „Wir haben erst im letzten Jahr massiv in neue Kassensysteme investiert. Durch das neue Gesetz hätten wir nochmals einen hohen fünfstelligen Betrag investieren müssen.“ Durch seine Spezialisierung auf die Verpflegung an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen und mehrere Betriebskantinen sowie seine Filialgeschäfte, überschreitet er die 50-Mitarbeiter-Grenze obwohl gar keine eigene Schlachtung betrieben wird.

Die regionalen Unternehmer sind dem Bundestagsabgeordneten dankbar, dass er ihre Anliegen bei der Ausarbeitung des Gesetzes in Berlin eingebracht hat.


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