10.12.2020, 10:25 Uhr

Landesamt für Statistik Der Zensus 2021 wird wegen Corona in das Jahr 2022 verschoben

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Turnusgemäß war für den Mai 2021 ein Zensus, also eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung, vorgesehen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die planmäßige Vorbereitung und Durchführung des Zensus im Jahr 2021 nicht mehr sichergestellt werden. Der Deutsche Bundestag hat deshalb beschlossen, den Zensus um ein Jahr zu verschieben; das Änderungsgesetz tritt am Donnerstag, 10. Dezember, in Kraft. Der neue Stichtag für den Zensus ist nun der 15. Mai 2022.

Bayern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wird der für das Jahr 2021 geplante Zensus um ein Jahr verschoben. Die Verschiebung erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die auch die Vorbereitungen des Zensus in der öffentlichen Verwaltung betrafen. Beschäftigte des Bayerischen Landesamts für Statistik und auch vieler Kommunen wurden für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt. Auch aktuell werden Beschäftigte aus der öffentlichen Verwaltung wieder für die Kontaktnachverfolgung abgestellt. In den Kommunen hätte die Einrichtung der Erhebungsstellen unter anderem aufgrund der bestehenden Kontaktbeschränkungen nicht erfolgen können.

Die bisher erzielten Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Vorbereitungsarbeiten sind unabhängig von der Verschiebung des Stichtags wichtige Bausteine für die Durchführung des Zensus im Jahr 2022. Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Er ist maßgebend für finanz- und gesellschaftspolitische Entscheidungen und liefert die Grundlage für viele rechtliche, auf der Bevölkerungszahl basierende Fragen. Um verlässliche Daten für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerung notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird.


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