09.12.2020, 14:28 Uhr

Umfrage Unternehmen in der Oberpfalz stellen Wirtschaftsstandort Bayern gute Noten aus

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Die Unternehmen in der Oberpfalz sind sehr zufrieden mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Freistaat. Laut einer aktuellen regionalen Auswertung der Studie „Standort Bayern – Unternehmensperspektiven 2020“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. würden sich 97,5 Prozent der oberpfälzischen Unternehmen wieder im Freistaat ansiedeln.

Regensburg. Das ist eine Steigerung um 3,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und liegt über dem bayerweiten Schnitt von 95 Prozent. „Das sehr gute Ergebnis verdeutlicht ein großes Vertrauen der oberpfälzischen Wirtschaft in die Stärke des Standorts Bayern. Die Unternehmen sehen hier gute Perspektiven“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Standortqualität im Regierungsbezirk Oberpfalz bewerten die Unternehmen mit 73,5 von 100 Punkten. Damit konnte die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr (73,0) leicht gesteigert werden, liegt aber unter dem bayerischen Durchschnitt von 75,5 Punkten.

Gut bewertet wird von den Oberpfälzer Unternehmen insbesondere das Innovationsumfeld. Nirgendwo in Bayern erhält das Innovationsumfeld eine bessere Note. Im Schnitt wird bayernweit die Note 2,7 vergeben. Ebenfalls gut bewertet wird die Energie- und Stromversorgung (Schulnote 2,6). Die allgemeine Infrastruktur erhält die Note 2,8. Der Faktor „Humankapital und Arbeitsumfeld“ und das Verwaltungshandeln erhalten jeweils die Note 3,4.

Gestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Handlungsbedarf im Bereich „Leben und Wohnen“ (Infrastruktur). Das betrifft insbesondere eine verstärkte Sicherung von wohnortnahen Schulen (Anstieg um 6,1 Prozentpunkte auf 87,5 Prozent Zustimmungsrate) sowie von wohnortnahen Pflegeeinrichtungen (Anstieg um 5,0 Prozentpunkte auf 87,5 Prozent). Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur ist der Handlungsbedarf dagegen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Brossardt: „Insgesamt ist die Oberpfalz ein guter Standort für Unternehmen. Damit das so bleibt, muss weiter in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert werden. Zudem muss das Augenmerk auf eine noch effizientere öffentliche Verwaltung gelegt werden.“


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