08.12.2020, 14:16 Uhr

Tobias Gotthardt „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, neue Wege im neuen Jahr“

 Foto: Ralf Gerard Foto: Ralf Gerard

Der Abgeordnete und Ausschussvorsitzende Tobias Gotthardt (Freie Wähler) äußert sich zu den Berliner Plänen und den Forderungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ wie folgt: „Ich halte nichts, gar nichts von den Überlegungen, Schulen und Handel bis mindestens Mitte Januar corona-bedingt zu schließen. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, neue Wege im neuen Jahr.“

Kallmünz. „Der Einzelhandel ist nicht Teil des Problems, er ist Teil der Lösung. Funktionierende Hygienekonzepte haben sich in den vergangenen Monaten bewährt. Unser Einzelhandel ermöglicht geregelte Bewegungsräume. Hier können wir die wichtigen Grundregeln – Abstand halten, Hygiene achten, Alltagsmaske tragen – auch kontrollieren, um schwarze Schafe zu identifizieren“, so Gotthardt weiter. Einzelhandel und Gastro seien Partner im Kampf gegen Corona. Selbiges gelte im Grunde für Sport und Jugendarbeit.

„Auch Schulen sind keine Infektionsherde. Weniger als 0,3 Prozent der Schüler und Lehrkräfte wurden aktuell bayernweit positiv getestet, über 90 Prozent der Schulen arbeiten im Normalbetrieb. Präsenzunterricht ist ein unerlässliches Element fairer und gerechter Bildung in Bayern. Wer Schulen schließt, treibt gerade die Schwächeren in eine bildungspolitische Sackgasse. Eltern und Kinder würden von verlängerten Weihnachtsferien im Januar gleichermaßen überfordert“, so der Abgeordnete.

Gotthardt fordert: „Wir brauchen höchsten Schutz im Unterricht – auch Raumlüfter überall und geprüfte Masken für Lehrkräfte – als Grundlage funktionierenden Unterrichts. Beides – offener Handel, offene Schulen – ist unser erklärtes Ziel für 2021. Wir brauchen Perspektiven für ein normalisiertes Leben mit Corona.“


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