19.11.2020, 12:50 Uhr

Tobias Gotthardt „Ein-Freund-Regel ist völlig weltfremd, total überzogen, schlichtweg Blödsinn“

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„Merkels Ein-Freund-Regel ist völlig weltfremd, total überzogen, schlichtweg Blödsinn. Jede Mutter, jeder Vater weiß: Spätestens Familien mit zwei und mehr Kindern werden diese Vorgaben niemals einhalten können.“, sagt Tobias Gotthardt, jugendpolitischer Sprecher der Freie-Wähler-Landtagsfraktion und stellvertretendes Mitglied der Kinderkommission im Bayerischen Landtag

Kallmpnz/München. Der Vorschlag von Kanzlerin Angela Merkel, wonach Kinder und Jugendliche sich aus Corona-Schutz-Gründen nur noch mit einem festen Freund oder einer Freundin in der Freizeit treffen und private Zusammenkünfte auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden sollen, funkrioniere nicht. „Mal ganz abgesehen von der Wirkung auf unsere Kinder. Schon heute leiden sie unter den notwendigen Corona-Vorgaben, seit fast einem Jahr unterstützen auch unsere Jugendlichen im Großen und Ganzen vernünftig die Maßnahmen des Containments. Unserer jungen Generation aber unter der streitbaren Zielvorgabe der bloßen 50er-Inzidenz ein nahezu komplettes Kontaktverbot aufzuerlegen, halte ich für unverantwortlich. Merkel riskiert damit die Kooperationsbereitschaft der jungen Generation und der Eltern. Freundschaftskontakte sind in der Regel leicht nachvollziehbar und lokal begrenzt, die Infektionsgefahr bei Kindern deutlich kleiner – entsprechend sollte man sie behandeln.“


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