30.10.2020, 11:07 Uhr

Ein Jahr Radentscheid Zum Geburtstag Umsetzung beauftragt

 Foto: Ingolf Radcke Foto: Ingolf Radcke

Vor einem Jahr wurden mehr als 11.300 Unterschriften an die damalige Bürgermeisterin übergeben. Zum ersten Geburtstag des Radentscheids wurde ein Ingenieurbüro nun mit der Umsetzung beauftragt.

Regensburg. Fast genau ein Jahr ist es her, dass das Organisationsteam des Radentscheids am 23. Oktober ordnerweise Unterschriften zum Alten Rathaus brachte und der damaligen Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergab. Sie hat in der Folge die Stadtverwaltung angewiesen eine Beschlussvorlage zu erstellen und dem Stadtrat bereits im November vergangenen Jahres vorzulegen. Diese Forderungen, u.a. ein Hauptradroutennetz zu erstellen und ein Ingenieurbüro mit der Umsetzung zu beauftragen, wurden einstimmig übernommen. Eine Projektgruppe wurde eingesetzt, um die Umsetzung zu planen. Diese besteht aus Vertretern des Radentscheids, dem Nahmobilitätskoordinator der Stadt Regensburg und verschiedenen zuständigen Amtsleitern der Stadtverwaltung.

Pünktlich zum ersten Geburtstag hat sich die Projektgruppe nun auf ein Hauptradroutennetz mit einer Gesamtlänge von ca. 130 km geeinigt und einen Plan vorgelegt, der zur Kick-Off-Veranstaltung am 21. Oktober an ein Ingenieurbüro und ein Kommunikationsbüro übergeben wurde. Der Vorentwurf für die Hauptradrouten wurde bereits im März vom Stadtrat beschlossen, die Büros werden die Routen nun im Detail ausarbeite, und passende Beteiligungsverfahren erarbeiten. Ausgewählt wurden das Ingenieurbüro Inovaplan Gmbh aus Karlsruhe und das Verkehrswende-Unternehmen Green City aus München.

Die Aufgaben indes sind kein Leichtes, denn ÖPNV, Rad- und Fußverkehr sollen sich nicht in die Quere kommen: Prüfung der vorgeschlagenen Routen, sinnvolle Alternativrouten, unterschiedlicher Bedarf an eigenen Fahrradtrassen in bestimmten Gebieten. Welche Maßnahmen für Bau, Beschilderung und Markierung sind nötig und welche Kosten werden dabei anfallen?

Die Projektgruppe aus den beiden Büros, Stadtverwaltung und Radentscheid wird sich das nächste Mal Ende November zusammensetzen, aufgrund der Maßnahmen wahrscheinlich online, und die ersten Planungen bewerten. Erste Ergebnisse sollen dann 2021 vorliegen. Ob und wann die Stadt dann mit der baulichen Umsetzung beginnt, lässt sich noch schwer vorhersagen. Einig jedoch war sich das gesamte Team der Kick-Off-Veranstaltung, dass die Zusammenarbeit und das Kennenlernen der verschiedenen Parteien sehr positiv und konstruktiv verliefen. Die regelmäßigen geplanten Treffen sichern ein Fortschreiten der Planungen ab. Knapp ein Jahr nach Unterschriftensammlung also geht es nun in die heiße Phase und Radler können gespannt auf die Ergebnisse in naher Zukunft sein. Das Team des Radentscheid Regensburg kann daher zurecht stolz auf das bisher Erreichte sein und den ersten Geburtstag feiern.


0 Kommentare