29.10.2020, 15:29 Uhr

Stadt Regensburg Informationsservice per Fax für gehörlose Mitbürgerinnen und Mitbürger im Katastrophenfall eingerichtet

 Foto: Kathrin Lechl Foto: Kathrin Lechl

Ein schneller Informationsaustausch ist insbesondere in einem Katastrophenfall, bei einem Bombenfund, bei Ausgangssperren im Rahmen der Corona-Pandemie oder ähnlichem von großer Wichtigkeit.

Regensburg. Besonders jetzt, da die Lage in Regensburg, in Deutschland und weltweit angesichts der hochdynamischen Entwicklung der Infektionszahlen mit dem Coronavirus besorgniserregend ist, möchte die Stadt alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zeitnah und in einer verständlichen Form über Entwicklungen gerade in Katastrophenfällen auf dem Laufenden halten und darüber unterrichten. In Zeiten der globalen Pandemie ist dies für alle Bürgerinnen und Bürger in Regensburg, die etwa bei Erreichen einer neuen Warnstufe über Tragepflichten von Mund-Nasenbedeckungen oder Ausgangssperren informiert werden müssen, relevant.

Hierbei sind die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen zu berücksichtigen. Gerade Gehörlose stehen hier vor großen Herausforderungen, da sie aufgrund ihrer Einschränkungen oftmals von den handelsüblichen Kommunikationsmitteln abgeschnitten sind. Dieser Personenkreis hat mitunter keinen Internetzugang zur Verfügung und kommuniziert mit anderen aus seinem Umfeld hauptsächlich per Faxgerät, wobei die auf dem Gerät enthaltenen Informationen in einer leichten Sprache mitgeteilt werden.

Der Faxservice der Stadt Regensburg setzt hier an und übermittelt Informationen im Katastrophenfall und bei ähnlichen Warnlagen die entsprechenden Warnmeldungen und Hinweise im Katastrophenfall in einfacher Sprache per Fax, um auch diese Personengruppe mit Informationen zeitnah, adäquat und bedarfsgerecht versorgen zu können. Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer appelliert dieses besondere Angebot anzunehmen: „Wir wollen allen Mitbügerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit geben an wichtigen Informationen teilzuhaben. Nach der neu eingeführten Übersetzung der Videobotschaften in die Deutsche Gebärdensprache ist dies ein weiterer wichtiger Schritt für Teilhabe für alle!“

Interessierte können die dafür notwendige Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung über das Büro des Inklusionsbeauftragten der Stadt Regensburg, Herrn Reinel, erhalten: Frank Reinel, Inklusionsbeauftragter, Direktorialbereich 1 – Abteilung Zentrale Angelegenheiten, Altes Rathaus, Rathausplatz 1, 93047 Regensburg, Fax: 0941/ 5074259, Mail: Reinel.Frank@Regensburg.de.


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