26.10.2020, 21:21 Uhr

Politik SPD-Generalsekretär in Regensburg zu Gast – Pflege und Automobilindustrie als Themen

 Foto: SPD Unterbezirk Regensburg Foto: SPD Unterbezirk Regensburg

Pflege und Automobilindustrie standen am 22. Oktober im Fokus eines Besuchs des Bundestagsabgeordneten und Generalsekretärs der Bayern SPD, Uli Grötsch, in Regensburg. Gemeinsam mit der designierten SPD-Bundestagskandidatin Dr. Carolin Wagner und dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden Sebastian Koch führte er Gespräche mit Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern des Bezirksklinikums und von BMW.

Regensburg. Beim Gespräch mit Mitgliedern des Personalrats sowie Beschäftigten aus unterschiedlichen Einsatzbereichen der medbo wurde rasch deutlich, dass sich die Arbeitsbelastung in der Pflege durch die Corona-Pandemie weiter verschärft hat. „Die Beschäftigten im Gesundheitswesen leisten viel und haben insbesondere in Zeiten der Corona-Krise mehr als Applaus verdient“, so der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sebastian Koch mit Blick auf die Tarifverbesserungen im Pflegebereich.

Dass die Krankenkassen im Falle einer Tariferhöhung den Krankenhäusern die entstehenden Mehrkosten erstatten müssen, stand für die drei SPD-Vertreter außer Frage. Ausgiebig wurde der Fachkräftemangel als drängendes Problem in der Pflege diskutiert. „Pflegeberufe sind höchst anspruchsvoll und verdienen allerhöchsten Respekt in unserer Gesellschaft. Die dünne Personaldecke führt immer wieder dazu, dass man für kurzfristig erkrankte Kollegen einspringen muss. Auch der Schichtbetrieb und die geringen Löhne halten viele davon ab, sich für dieses systemrelevante Berufsfeld zu entscheiden. Hier muss rasch spürbar nachgesteuert werden,“ so Dr. Carolin Wagner. Lösungen hierfür sieht sie in neuen Arbeitszeitmodellen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und es Pflegerinnen und Pflegern ermöglichen, auch im fortgeschrittenen Alter im Krankenhaus tätig zu sein.

Beim anschließenden Termin im BMW-Werk kam es zu einem offenen Austausch mit dem Betriebsrat und Vertretern der IG Metall. Dass die Transformation in der Automobilbranche die Region Regensburg hart treffen könnte, ist der Oberpfälzer SPD bewusst. Gerade deshalb ringt sie derzeit darum, diese so sozial und ökologisch wie möglich auszuformen. „Neue Technologien, Robotik und KI halten Einzug in die moderne Industrie und ersetzen Tätigkeiten, die vorher von Menschen übernommen wurden. Durch einen Mix aus Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte und neue Arbeitszeitmodelle müssen die Unternehmen in ihre Verantwortung genommen werden, damit möglichst viele Menschen in Arbeit bleiben können. Wir weisen der Sicherung von Arbeitsplätzen, von deren Löhnen die Menschen gut leben können, bei der Transformation die höchste Priorität zu“, so Wagner.


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