29.09.2020, 13:14 Uhr

Geplanter Stellenabbau bei Continental Grünen-Abgeordneter Schmidt stärkt Betriebsrat den Rücken

Auf dem Bild (v.l.n.r.): Thomas Schmidt (BR-Vorsitzender Vitesco Technologies Regensburg), Herbert Brücklmeier (Betriebsratsvorsitzender Continental), MdB Stefan Schmidt, Rico Irmischer (IG Metall Regensburg)  Foto: Büro Stefan SchmidtAuf dem Bild (v.l.n.r.): Thomas Schmidt (BR-Vorsitzender Vitesco Technologies Regensburg), Herbert Brücklmeier (Betriebsratsvorsitzender Continental), MdB Stefan Schmidt, Rico Irmischer (IG Metall Regensburg) Foto: Büro Stefan Schmidt

Der geplante Stellenabbau bei Continental in Regensburg treibt den Oberpfälzer Grünen-Bundestagsangeordneten Stefan Schmidt um. Deswegen hat er sich mit Vertretern des Continental-Betriebsrats und der IG Metall Regensburg in Berlin getroffen.

Regensburg. Der Vorgehen von Continental findet bei Schmidt wenig Verständnis: „Dass der Automobilbranche ein tiefgreifender Wandel bevorsteht, war nicht erst seit gestern abzusehen. Conti kann sich jetzt nicht den Luxus leisten, die Versäumnisse der letzten Jahre durch Personalabbau und die Verlagerung ins Ausland wettmachen zu wollen. Die Herausforderungen der Corona-Krise als Vorwand für einen Stellen-Kahlschlag zu missbrauchen, geht gar nicht. Hinter jeder geplanten Entlassung steht ein Schicksal. Das dürfen wir bei dieser Debatte nicht vergessen.“

Die IG Metall hat zusammen mit dem Betriebsrat von Continental bereits eine Reihe von Protestaktionen in Regensburg gestartet. Die jüngste davon, eine Mahnwache mit Grablichtern, findet in der Nacht vom 29. September zeitgleich mit der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens in Hannover statt. Die Betriebsräte Herbert Brücklmeier und Thomas Schmidt hoffen, damit das Ruder herumreißen zu können, um eine zweite Katastrophe wie etwa in Roding zu verhindern.

„Nach dem unrühmlichen Aus für das Werk in Roding letztes Jahr haben die Arbeiterinnen und Arbeiter in Regensburg eine bessere Lösung verdient. Sie haben ohnehin schon großes Entgegenkommen gezeigt in Hinsicht auf Arbeitszeitabsenkung und sozialverträglichen Stellenabbau. Ich erwarte vom Management, dass es sich schleunigst in einen Dialog mit den Menschen begibt, die jahrelang die Rekordumsätze der Firma erwirtschaftet haben“, so Schmidt abschließend.


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