24.09.2020, 15:03 Uhr

Rund um die Uhr Endlich barrierefreie Taxis in Regensburg

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (3.v.r.) und Inklusionsbeauftragter Frank Reinel (2.v.r.) würdigen das neue Angebot. Foto: Kathrin LechlOberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (3.v.r.) und Inklusionsbeauftragter Frank Reinel (2.v.r.) würdigen das neue Angebot. Foto: Kathrin Lechl

In Regensburg gibt es ab sofort zwei barrierefreie Taxis. Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen, die dringend geschlossen werden musste. Für Frank Reinel, Inklusionsbeauftragter der Stadt Regensburg, ist die Bereitstellung der barrierefreien Taxis „eine ganz grandiose Aktion“.

Regensburg. Rund 1.700 Personen im Stadtgebiet sind Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, so Reinel. Die barrierefreien Taxis seien ein großer Schritt zur gesellschaftlichen Teilhabe dieser Menschen. Endlich könne man sich spontan verabreden, auch abends und am Wochenende, oder ein Jahn-Spiel besuchen, freut sich Reinel bei der Präsentation der Taxis am Donnerstag, 24. September, in Regensburg.

Busse stehen nicht immer und überall zur Verfügung, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die sich ebenso freudig zeigt, dass zwei Unternehmen nun diesen Service anbieten, das sei „dringend notwendig“. Sie würdigte die barrierefreien Taxis als weiteren Beleg für ein „solidarisches, inklusives und mobiles Regensburg, das die Selbstständigkeit der Menschen mit Behinderung fördert“. Auch Stadträtin Wiebke Richter freut sich über die neuen Taxis und merkt an, dass jetzt nur noch barrierefreie Leihautos fehlen würden.

Die beiden Taxis sind streng genommen Chauffeurmobile beziehungsweise Mietwagen, erklären die Unternehmer Christoph Schloder und Alexander Panfilov. Die Kosten sind mit normalen Taxis vergleichbar, aber es gibt kein Taxischild. Dafür sind die Fahrzeuge mit einer speziellen Rampe und mit einer Kopfstütze ausgestattet. Bestellt werden können die barrierefreien Taxis unter der Telefonnummer 0941/ 20050071 oder unter 0941/ 59991633 – je früher man plant, desto besser. Denn schließlich gibt es bisher nur zwei Fahrzeuge, man plant jedoch zu erweitern.


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