22.09.2020, 12:39 Uhr

Pflanzaktion Bundestagsabgeordneter Peter Aumer als Baumbotschafter unterwegs


„Gemeinsam! Für den Wald“ lautet das Motto der Deutschen Waldtage 2020. Mit der Aktion soll das Bewusstsein für den heimischen Wald als Klimaschützer gestärkt werden. Zusammen mit Hemaus Bürgermeister Herbert Tischhöfer organisierte der Regensburger Bundestagsabgeordnete Peter Aumer deswegen eine Pflanzaktion im Stadtwald von Hemau.

Hemau. Die Herbstsonne spitzt durch die Bäume, Vögel zwitschern und Schwammerlsammler sind unterwegs. Man könnte meinen es steht bestens um unseren Wald, wenn man zur Baumpflanzaktion des Bundestagsabgeordneten Peter Aumer und des Bürgermeisters Herbert Tischhöfer im Stadtwald von Hemau kommt. Doch eigentlich braucht der Wald dringend Hilfe. Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren massive Schäden verursacht. 285.000 Hektar Schadflächen müssen wiederbewaldet werden. Der heimische Wald muss fit gemacht werden für den Klimawandel.

Deswegen greifen der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer, Bürgermeister Herbert Tischhöfer, Bezirksbäuerin Rita Blümel und der Hemauer Stadtwaldbeauftragte Hans Eichenseher zum Spaten. Aus Berlin hat Peter Aumer vier Baumsetzlinge mitgebracht. Im Rahmen der Deutschen Waldtage pflanzen die die Anwesenden die Setzlinge im Hemauer Stadtwald. Fachmännisch werden sie dabei von Förster Jakob Kiechle angeleitet.

„Der Wald erfüllt viele zentrale und wichtige Funktionen“, so Aumer. „Sei es als CO2-Speicher und Klimaschützer, beim Erhalt der Biodiversität, oder als Arbeitgeber und Einkommensquelle. Deswegen war es mir wichtig, mit der Pflanzaktion ein Zeichen zu setzen“, betont der Bundestagsabgeordnete. „Wir haben uns in Berlin dafür eingesetzt, dass die Bereiche Wald und Holz in das Corona-Konjunkturpaket mit 700 Millionen Euro aufgenommen werden. Das Geld fließt in eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und spezielle Investitionsprogramme“, berichtet Peter Aumer.

Mit gutem Beispiel voran geht die Stadt Hemau. „Durch die Errichtung des neuen Gewerbegebietes musste ein Teil des Stadtwaldes weichen. Auch wenn dieser durch Schädlingsbefall ohnehin in einem sehr schlechten Zustand war, war für uns von der ersten Stunde an klar, dass wir den Wald wieder aufforsten wollen“, erzählt Bürgermeister Tischhöfer. Laut Förster Jakob Kiechle wurden heuer bereits 45.000 neue Bäume als Ersatz gepflanzt. Weitere 5.000 sollen noch folgen. „Um den Wald auch fit zu machen, achten wir bei der Neupflanzung mit einem Mix aus verschiedenen Baumarten auch auf die Auwirkungen durch den Klimawandel“, so der Stadtwaldbeauftragte Eichenseher.

Auch Bezirksbäuerin Rita Blümel liegt die Zukunft des Deutschen Waldes am Herzen. Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie erst vor kurzem eine Allee aus Paulowina-Bäumen gepflanzt. „Als nachhaltiges Baumaterial bietet Holz viele Möglichkeiten. Wir müssen vor allem in der Vermarktung neue Wege gehen, damit unsere Waldbesitzer hier eine Perspektive haben“ , o Blümel. Hier setzt auch die Holzbauoffensive der Unionsfraktion im Bundestag an bekräftigt Peter Aumer. „Holzhäuser können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Staat sollte dabei mit gutem Beispiel vorangehen“, fordert der Bundestagsabgeordnete.

Damit die vier Baumsetzlinge ihren Beitrag zum Waldumbau leisten können, verspricht Hemaus Stadtwaldbeauftragter Hans Eichenseher zum Schluss, noch am gleichen Tag wieder zur Pflanzstelle zu kommen und die Jungbäume ausreichend zu gießen. Und Bürgermeister Tischhöfer sichert zu: „Das werden nicht die letzten Bäume sein, die wir neu pflanzen!“


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