22.09.2020, 10:55 Uhr

Regionaltage 2020 Landkreis Regensburg lädt zu „Biotagen auf Hof und Feld“ ein

Gemeinsam gärtnern und ernten bei der SoLaWi Tegernheim. Foto: Caroline HoffGemeinsam gärtnern und ernten bei der SoLaWi Tegernheim. Foto: Caroline Hoff

Bei den Regionaltagen des Landkreises Regnesburg gibt es seit 2008 jedes Jahr einen kleinen, aber feinen Ausschnitt davon zu sehen und zu erleben, was die Region lebendig, vielfältig und lebenswert macht. Das bewährte Format mit seinen wechselnden Schwerpunkten zeigt den Besucherinnen und Besuchern verschiedene, manchmal auch weniger bekannte Seiten des Landkreises.

Landkreis Regensburg. Im Wesentlichen geht es bei den Regionaltagen darum, die Wirtschaftskreisläufe und -ressourcen, die Kultur und regionale Identität darzustellen und gleichzeitig die künftige Entwicklung der Region zu skizzieren.

Bio aus der Region für die Region

Den Ausbau sowie die Stärkung des Bewusstseins und der Wertschätzung für bio-regionale Erzeugnisse haben sich Stadt und Landkreis Regensburg mit ihrer Bewerbung zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion zum Ziel gesetzt. Entsprechend wird der Blick bei den Veranstaltungen auf die Herstellung und Verarbeitung ökologischer Lebensmittel in der Region gerichtet: Der erste „BioRegioMarkt“ Regensburg am Wochenende, 19. und 20. September, der von Stadt und Landkreis gemeinsam organisiert wurde, war Bühne für Erzeuger und Verarbeiter von regionalen Bio-Produkten und bot gleichzeitig Raum für Austausch, Diskussion und Information.

Knapp zwei Wochen später lädt der Landkreis zu „Biotagen auf Hof und Feld“: Am 3. und 4. Oktober öffnen mehrere Bio-Höfe sowie solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) ihre Türen, um den Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, mit wie viel Herzblut und mit welch schmackhaften Ergebnissen Gemüse, Obst, Eier, Fleisch oder Milch in Bio-Qualität produziert werden. „Bei dieser Gelegenheit erfahren Sie, wo und wie im Landkreis hochwertige Lebensmittel in Bioqualität entstehen“, wirbt Landrätin Tanja Schweiger für die Idee „Bio aus der Region für die Region“. Da die Besichtigungen in kleinen Gruppen stattfinden, ist eine Anmeldung beim Sachgebiet Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus erforderlich.

Das Programm der Regionaltage 2020 im Überblick:

Am Freitag, 25. September findet die Volksmusik-Sitzweil statt.

Am Samstag, 3. Oktober, finden Führungen bei folgenden Biohöfen und SoLaWis statt: 10 Uhr und 15 Uhr: SoLaWi Ferni; 14 Uhr: Froschhammer-Hof, SoLaWi Tegernheim, Biohof Riepl; 14.30 Uhr: Rotviehhof am Jurasteig; 16 Uhr: SoLaWi Kareth.

Am Sonntag, 4. Oktober, kann man sich für folgende Besichtigungen anmelden: 10 Uhr und 15 Uhr: SoLaWi Ferni; 13 Uhr: Kollerhof; 14 Uhr: SoLaWi Tegernheim; 14.30 Uhr: Rotviehhof am Jurasteig.

Kurzportraits aller Veranstaltungen:

Volksmusik-Sitzweil mit heiteren Umweltgeschichten in Oberhinkofen

Einen spielerischen Einstieg in die Thematik der diesjährigen Regionaltage bietet die traditionelle Volksmusiksitzweil am 25. September ab 19.30 Uhr in Oberhinkofen. Sänger und Musikanten aus dem Landkreis Regensburg geben hier unter dem Motto „Frisch aufgspuit und gsunga“ bodenständige Volksmusik zum Besten. Mit dabei sind die Koferer Sänger, die Spätzünder Musikanten aus Nittendorf, die Stubenmusi Obertraubling und „De Drei Scheiheilinga“ aus Regenstauf. Zwischen den Auftritten gibt Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner heitere Geschichten zum Thema Umwelt zum Besten: „Allerhand über die heidige Plastikzeit“.

Eine Anmeldung beim Gasthaus Weitzer unter der Telefonnummer 09401/ 5685 oder per Mail an gaststaette.weitzer@freenet.de ist erforderlich!

SoLaWi Ferni in Ferneichlberg

Die SoLaWi Ferni betreibt saisonalen und vielfältigen Gemüseanbau. Die beiden gelernten Gemüsebau-Gärtner Sophie Ley und Michael Birkenseer bauen für feste Abnehmer frisches Gemüse ohne Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger an. Die „Fernis“ verstehen sich als Verbrauchergemeinschaft, die das Risiko sowie die kulinarischen und gärtnerischen Freuden miteinander teilt. Für künftige „Mitbauern“ sind noch einzelne Plätze frei. Alle, die das SoLaWi-Konzept kennenlernen wollen, sind herzlich eingeladen!

Naturland-Hof Froschhammer in Thalmassing

Seit fünf Generationen ist der Betrieb im Besitz der Familie Froschhammer. Seit 2009 bewirtschaftet sie ihre Äcker biologisch. Wer die vergnügten Bunten Bentheimer Schweine auf der Weide besuchen will, ist herzlich willkommen! Dieser alten Haustierrasse steht eine besonders großzügige Weidefläche zur Verfügung. Einblicke gibt es zudem in den Bodenaufbau sowie den Anbau verschiedener Pflanzen wie Getreide, Soja und Lupinen. Abschließend darf im Hofladen gestöbert werden. Für den Weidebesuch werden Stiefel empfohlen.

SoLaWi Tegernheim

Seit März 2020 bewirtschaftet die SoLaWi Tegernheim nach biologischen Kriterien knapp einen Hektar Land. Mit viel ehrenamtlicher Arbeit, drei Gärtnern und in Kooperation mit zwei Landwirten wird Gemüse für 86 Anteilsnehmer angebaut. Der Verein engagiert sich zudem in der Bildungsarbeit. Neugierig Gewordene können nach Anmeldung vorbeikommen und sich nach Herzenslust informieren!

Biohof Riepl in Langenkreith

Hier kann man aus der Nähe erleben, wie Tierwohl mit einem mobilen Hühnerstall gelingt! Der Riepl-Hof hat sich für die Zweinutzungsrasse Sandy entschieden und unterstützt die Aufzucht der Brudertiere. Der Biobauer informiert außerdem, wie Eier ohne Schaden sortiert und verpackt werden oder wie Getreide gereinigt, aufbereitet und gelagert wird. Zu entdecken gibt es auch den Selbstbedienungs-Hofladen mit Getreidemühle für Vollkornmehl.

Rotviehhof am Jurasteig in Rohrbach

Der erfahrene Rotviehzüchter Johann Graml zeigt den Besucherinnen und Besuchern seine artgerechte, naturnahe Weidehaltung auf den Jurahängen. Rotes Höhenvieh, Thüringer Waldziegen und Coburger Fuchsschafe liefern nicht nur hochwertiges Bio-Fleisch, sie sind auch echte Landschaftspfleger. Die leckeren Wurst-Spezialitäten vom Roten Höhenvieh dürfen gekostet und bestellt werden. Für den Spaziergang zur Weide auf dem Mailerberg wird festes Schuhwerk empfohlen.

SoLaWi Kareth

Der gemeinnützige Verein SoLaWiR e.V. lädt ein, bei einer Führung über den Acker das Konzept einer solidarischen Landwirtschaft näher kennenzulernen. Das Modell bringt Vorteile für alle Beteiligten: frisches, gesundes Gemüse für Mitglieder, Wissen über Herkunft und Anbau sowie finanzielle Sicherheit für Gärtner und Bauern. Dies fördert Biodiversität sowie das Bewusstsein für einen achtsamen sowie nachhaltigen Umgang mit der Natur; gleichzeitig werden so regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt. Die „Biotage auf Hof und Feld“ sind eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen!

Kollerhof in Schwaighausen

Im Schwaighausener Forst wirtschaftet Familie Graf zusammen mit ihren „tierischen Mitarbeitern“: Milchschafen und -kühen, Ziegen, Schweinen und Geflügel. Während der Hofführung erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie diese fruchtbare Zusammenarbeit im Alltag funktioniert und wie verschiedenste Milchprodukte in der eigenen Käserei in alter Handwerkstradition hergestellt werden. Kleine Kostproben der Bioprodukte des Kollerhofs runden den Besuch ab.

Anmeldung und Informationen

Mehr Informationen gibt es beim Landratsamt Regensburg, Sachgebiet Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus, bei Matthias Sabatier unter der Telefonnummer 0941/ 4009168, Magdalena Meyerweissflog unter der Telefonnummer 0941/ 4009436, per Mail an regionalentwicklung@lra-regensburg.de oder im Internet unter regionaltage.lra-regensburg.de.


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