16.09.2020, 16:48 Uhr

Erneute Stellenstreichungen „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz bei Continental und Vitesco“

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Zur Mitteilung des Continental-Managements am Dienstag, 15. September, das Reifenwerk in Aachen mit 1.800 Arbeitsplätzen zu schließen, äußert sich die IG Metall Regensburg.

Ortsmarke. Rico Irmischer, Kassierer und Geschäftsführer: „Das Streichkonzert des Managements soll nun auch im Rubber-Bereich weitergeführt werden. Der Vorstand möchte die Reifenproduktion in Billiglohnländer verlagern und dafür den Standort in Aachen mit 1.800 Beschäftigten schließen. Wir kritisieren die Abbaupläne scharf! Hier zeigt sich deutlich: Nicht Corona, nicht die Transformation, sondern Gewinnmaximierung ist der Motor, der den Plan des Konzerns antreibt. Diesem Plan des Schreckens erteilen wir eine deutliche Abfuhr. Wir kämpfen solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen der IG BCE um jeden Arbeitsplatz bei Continental und Vitesco.“

Erst vergangenen Donnerstag, 10. September, sind in Regensburg knapp 500 Beschäftigte auf die Straße gegangen und haben gegen das Anfang September veröffentlichte Sparprogramm protestiert, von dem der Standort in Regensburg besonders betroffen sein soll. Hier stehen 2.100 Arbeitsplätze auf dem Spiel Die Kürzungen in Aachen stoßen in Regensburg auf völliges Unverständnis. Herbert Brücklmeier, BR-Vorsitzender von Continental in Regensburg dazu: „Selbst im profitablen Reifengeschäft will der Vorstand den Rotstift ansetzen. Für uns ist unbegreiflich, wie die Konzernspitze so mit der Zukunft von tausenden Familien und nicht zuletzt mit der Zukunft unseres Traditionsunternehmens spielen kann. Das ist unverantwortlich und grob fahrlässig, dagegen werden wir weiter mobilisieren!“


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