13.08.2020, 12:04 Uhr

Familienunternehmen Staatssekretär informiert sich bei der Tongrube in Zeitlarn

Der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (Mitte) informierte sich in Zeitlarn.  Foto: SeitzDer bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (Mitte) informierte sich in Zeitlarn. Foto: Seitz

Staatssekretär Roland Weigert besichtigte die Tongrube Gut-Pentlhof in Zeitlarn. Der Betrieb ist seit mehr als vier Jahrzehnten in Familienhand.

Zeitlarn. Der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert hat am Mittwoch , 12. August, die Gemeinde Zeitlarn besucht und sich in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen.

Bei der Tongrube Gut-Pentlhof informierte sich Staatssekretär Weigert gemeinsam mit Bürgermeisterin Andrea Dobsch und dem Abgeordneten Tobias Gotthardt über das 1980 von Alfons Seiler gegründete und 1981 von Helmut Seiler übernommene Unternehmen. Inge Seiler-Probst erklärte, dass sich das Unternehmen seitdem in Familienhand befindet. Im Unternehmen beschäftigt sind Helmut Seiler, seine Frau Gertrud Seiler, Tochter Ingeborg Seiler-Probst und deren Schwiegersohn Sebastian Wolf. „An der Tongrube und dem Unternehmen hängt unser Herz“, sagte Seiler. Das bestätigte Zeitlarns Bürgermeisterin Andrea Dobsch: „Familie Seiler setzt auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und steht damit stellvertretend für familiengeführte Mittelstandsunternehmen in unserer Region und unserer Gemeinde. Wir sind stolz, dass solche Betriebe über Generationen erhalten werden und damit auch eine regionale Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Diese Regionalität wird wertgeschätzt – von den Bürgern aber auch von der Gemeinde.“

Zu Beginn des Betriebes sei der Ton ausschließlich für die Herstellung von Dachziegeln verwendet worden. „Hierfür kann nur die beste Qualität verwendet werden. Die minderwertigen Tone, die nicht für die Dachziegelproduktion geeignet sind, wurden deswegen wieder in die Grube zurückverfüllt“, erklärte Seiler-Probst. Inzwischen beliefere das Unternehmen auch Ziegeleien, die Hintermauersteine produzieren. „Wir können daher einen größeren Anteil der abgebauten Menge auch tatsächlich nutzen“, sagte Seiler-Probst. Das Unternehmen agiere regional, die Abnehmer liegen vor allem im süd- und ostbayerischen Raum. Auch ansonsten setzt der Betrieb auf die Regionalität und die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort: Der Abbau des Tons und der Transport seien mit Subunternehmern aus dem Landkreis Regensburg organisiert. Seiler erklärte: „Wir beliefern vor allem Dachziegel- und Mauersteinziegelwerke. Außerdem wird der Ton auch zum Abdichten, zum Beispiel von Weihern oder Mülldeponien verwendet.“ Auch die in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Mülldeponie in Haselbach setze auf den Ton aus Zeitlarn.

Staatssekretär Weigert sagte: „Die Tongrube Seiler ist ein beeindruckendes, tief in der Region verankertes Traditionsunternehmen. Ein Familienbetrieb, der durch soziales und ökologisches Engagement beeindruckt. Und ein gutes Beispiel dafür, wie der Mittelstand unsere bayerische Wirtschaft in der Fläche trägt.“ Tobias Gotthardt erklärte: „Die Tongrube Seiler ist ein Familienunternehmen par excellence – Bayern kann sich glücklich schätzen, Betriebe dieser Art als verlässliche, tragende Säule unserer Wirtschaft zu haben."


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