31.07.2020, 09:50 Uhr

Aktion Tafelpate werden und Helfern helfen

Bundestagsabgeordneter Peter Aumer, Christine Gansbühler (Vorsitzende der Tafel Regensburg), Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Gerhard Fischer (Zweiter Vorsitzender der Tafel Regensburg) stellen das Projekt „Tafelpaten“ vor. Foto: Berli BerlinskiBundestagsabgeordneter Peter Aumer, Christine Gansbühler (Vorsitzende der Tafel Regensburg), Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Gerhard Fischer (Zweiter Vorsitzender der Tafel Regensburg) stellen das Projekt „Tafelpaten“ vor. Foto: Berli Berlinski

Fast 3.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Stadt und Landkreis Regensburg sind auf die Hilfe der Tafel angewiesen, damit sie sich ausreichend mit Lebensmitteln versorgen können. Mit einer Patenschaftsaktion will die Tafel nun die Betriebskosten und den notwendigen Umzug finanzieren. Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer unterstützt sie dabei tatkräftig und hat die erste Patenschaft übernommen.

Regensburg. Frisches Obst und Gemüse, Fleisch oder Milchprodukte sind für die meisten keine Luxusgüter. Für viele sozialschwache Menschen aus unserer Mitte aber schon. Oft bleiben ihnen nur wenige Euro pro Tag für Nahrungsmittel. Diese Menschen sind auf die Unterstützung der Tafel angewiesen. Die Zahl der Tafelkunden nimmt stetig zu. Aus diesem Grund ist es notwendig geworden, dass die Tafel in eine neue Ausgabestelle umzieht. „Über ein Jahr waren wir auf der Suche nach einer neuen Bleibe“ so Christine Gansbühler, Vorsitzende der Tafel Regensburg e.V. „Sehr geholfen hat uns dabei Peter Aumer“. Der Bundestagsabgeordnete arbeitet regelmäßig bei der Regensburger Tafel mit. „Es war für mich ein prägendes Erlebnis zu sehen, wie viele gute Lebensmittel vernichtet werden, obwohl es Menschen gibt, die dringend darauf angewiesen wären, sie sich aber nicht leisten können“ so Aumer.

Beeindruckt hat den Bundestagsabgeordneten, mit wieviel Herzblut die 140 ehrenamtlichen Helfer bei der Tafel arbeiten. „Darum war mir auch sofort klar, dass ich die Verantwortlichen der Tafel bei der Suche nach einer neuen Heimat tatkräftig unterstütze“ erzählt Aumer. Er initiierte einen Runden Tisch mit Vertretern aus Stadt, Landkreis und sozialen Trägern, in dessen Folge auch eine Immobilie gefunden wurde.

Nun geht es um die Finanzierung. Zum einen sind Umbaumaßnahmen notwendig, zum anderen muss auch der laufende Betrieb finanziert werden. „Wir bestreiten sämtliche laufende Betriebs- und Unterhaltskosten wie Versicherungen, Miete, Nebenkosten, Benzin für die Tafelfahrzeuge, Strom, Wasser, EDV und vieles mehr selbst“ schildert Gerhard Fischer, der zweite Vorsitzende der Tafel. Aus diesem Grund wurde die Aktion „Tafelpate werden – Helfern helfen“ ins Leben gerufen. Tafelpate kann jeder werden. Einfach den Antrag im Internet unter www.tafel-regensburg.de ausfüllen, ausdrucken und an „Tafel Regensburg, Liebigstraße 4, 93055 Regensburg“ senden. Die Paten spenden einen Beitrag ihrer Wahl, entweder jährlich oder monatlich.

Den Anfang hat Peter Aumer gemacht. Als ihm Christine Gansbühler und Gerhard Fischer von der Idee der Tafelpatenschaft erzählten, hat er sich spontan entschieden, die erste Patenschaft zu übernehmen. Neben dem Patenschaftsprogramm sind die Verantwortlichen aber auch an Stadt und Landkreis mit der Bitte um eine Unterstützung herangetreten. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat schon zugesagt, dass sie sich für eine Unterstützung einsetzen wird. Die Antwort des Landkreises steht noch aus.


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