23.07.2020, 13:18 Uhr

E-Carsharing „Earl“ wächst weiter – die Flotte bekommt mit 15 neuen Fahrzeugen Zuwachs

 Foto: Hanno Meier Foto: Hanno Meier

Im November 2016 ging das Stadtwerk Regensburg mit dem ersten E-Carsharing-Fahrzeug in Regensburg an den Start. Nach einem Stadtratsbeschluss kann die Flotte nun um 15 weitere Fahrzeuge, auf gesamt 20 Fahrzeuge, erweitert werden.

Regensburg. Das Carsharing-Prinzip ist einfach: Nutzer, die nur selten ein Auto benötigen, teilen sich ein Fahrzeug und die positiven Buchungszahlen der bisherigen Elektro-Autos in Regensburg sprechen für sich. Nach dem Stadtratsbeschluss im September 2019 beginnt das Stadtwerk Regensburg nun mit der Erweiterung der „Earl“-Flotte von fünf auf zwanzig Fahrzeuge.

„Das Ziel der Erweiterung ist es, die hohe Nachfrage der Regensburger Bürgerinnen und Bürger mit einem entsprechenden Angebot zu bedienen und parallel durch eine stärkere Verteilung der Fahrzeuge im Stadtgebiet die Gesamtnachfrage weiter zu steigern und das Carsharing als Alternative zum Zweitwagen attraktiv zu machen“, so Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg. Ein weiteres Ziel ist es, langfristig das Verkehrsaufkommen in Regensburg zu reduzieren und eine wirkliche Alternative für ein eigenes Auto zu bieten. Das E-Carsharing ist eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, der sich ohnehin durch hohe Umweltverträglichkeit auszeichnet. Zusätzlich fahren die Fahrzeuge mit 100 Prozent Ökostrom der Rewag aus dem Uniper-Wasserkraftwerk Regensburg und entlasten dadurch die Umwelt.

Die Beschaffung der Fahrzeuge erfolgte über eine europaweite Ausschreibung. Aufgrund der Pandemie und der längeren Lieferzeiten hatte sich der Bestellprozess etwas in die Länge gezogen. Die ersten Fahrzeuge werden aber wahrscheinlich im August in Betrieb gehen können. Folgende Modelle werden angeschafft: BMW i3, Renault ZOE, Nissan Leaf und Nissan eNV 200. Für die zusätzlichen Elektrofahrzeuge wird dementsprechend eine passende und flächendeckende Ladeinfrastruktur benötigt.

Für die mit der Betrauung beschlossene Ausweitung des Carsharing-Angebotes um 15 weitere Fahrzeuge müssen in der Folge neue Standorte ermittelt werden. Bei der Standortwahl wird unter anderem auf eine sinnvolle Gebietsabdeckung der Stadt Regensburg geachtet, zudem müssen die Standorte über potentiellen Parkraum verfügen und sie müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen.

Folgende neue Earl-Standorte sind geplant:

Standort Erweiterung mit einem zweiten Fahrzeug:

TechBase: In der Franz-Mayerstraße

Candis: In der Edith-Stein-Straße (vorerst)

Stadtamhof: In der Gräßlschleife

Neue Standorte:

Marina Quartier: In der Johanna-Dachs-Straße

REZ Prüfening: In der Schönwerthstraße

La Gondola: In der Gerlichstraße

Weichs: In der Paarstraße

Jacobi-Gelände: In der Wöhrdstraße

Burgweinting: Im Wihmundweg

Busbahnhof Universität: In der Albertus-Magnus-Straße

Oberer Wöhrd: Am Schopperplatz in der Lieblstraße

Ecke Furtmayrstraße/Galgenbergstraße

Hauptbahnhof: In der Bahnhofsstraße

Hallenbad Regensburg: In der Gabelsbergerstraße

Ein Standort in der Regensburger Altstadt wird derzeit noch gesucht.

Die Abwicklung bei „Earl“ ist einfach: Nutzer melden sich im Internet unter www.heyearl.de mit den persönlichen Daten an. Im zweiten Schritt erfolgt die Sichtprüfung von Ausweis und Führerschein im Kunden-Center von das Stadtwerk.Regensburg/Rewag oder am Landratsamt. Dort wird ein Account eingerichtet und die RFID-Karte ausgestellt. Mit der Karte kann das Fahrzeug geöffnet und gestartet werden. Dies ist auch über die kostenlose App möglich, mit der sich der Nutzer zudem zur Fahrt anmeldet. Über die App erhält er die Daten zur Identifizierung am Fahrzeug. Vor Ort muss nur noch das Ladekabel abgezogen und das E-Carsharing-Fahrzeug gestartet werden. Da es sich um ein stationäres Carsharing-Angebot handelt, wird das Fahrzeug nach der Fahrt wieder am Ausgangspunkt abgestellt und an die Ladesäule angeschlossen.

„Die Preise sind so kalkuliert, dass das Angebot sehr interessant für die Nutzer ist“, informiert Stefan Sulzenbacher, Projektleiter „Earl“ und Teamleiter Innovative Geschäftsmodelle bei der Rewag. Regulär kostet die Stunde 3,49 Euro und mit einer Kilometerpauschale von 0,10 Euro pro Kilometer. Um 1,50 Euro günstiger wird es für Besitzer eines ÖPNV-Jahresabos. Wer Strom- oder Gas-Kunde bei der Rewag ist, erhält einen Nachlass von 50 Cent auf den Stundenpreis, ebenso als Glasfaser Ostbayern Privatkunde. Abgerechnet wird vierteljährlich per SEPA-Lastschriftverfahren und mit einer Auflistung der einzelnen Fahrten. Weitere Informationen zum E-Carsharing mit Erklär-Videos und Bedienungsanleitung gibt es im Internet unter www.heyearl.de oder unter der App im App-Store (Stichwort: „Earl Carsharing“).


0 Kommentare