22.07.2020, 14:42 Uhr

Politik Trotz Corona – Hochbetrieb auf den Baustellen des Bundes und des Freistaates Bayern in der Oberpfalz

Asphaltierungsarbeiten beim vierstreifigen Ausbau der B85 bei Roding im Mai 2020.  Foto: Josef KerscherAsphaltierungsarbeiten beim vierstreifigen Ausbau der B85 bei Roding im Mai 2020. Foto: Josef Kerscher

Die Staatlichen Bauämter Amberg-Sulzbach und Regensburg betreuen im Regierungsbezirk Oberpfalz insgesamt 553 Bundes- und Landesliegenschaften mit mehr als 2.000 Gebäuden sowie ein rund 2.700 Kilometer langes Bundes- und Staatsstraßennetz. Trotz der Corona-Pandemie herrscht auf den Baustellen des Bundes und des Freistaats Bayern Hochbetrieb und die Projekte werden zügig fortgeführt.

Regensburg. „Diese kontinuierliche Bautätigkeit auf hohem Niveau sichert in schwierigen Zeiten nicht nur Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in unserer Region, sondern sie trägt durch die Instandhaltung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur auch zur kontinuierlichen wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Oberpfalz bei“, betont Regierungspräsident Axel Bartelt.

Im Jahr 2019 haben Bund und Freistaat Bayern rund 255 Millionen Euro allein für ihre Infrastruktur im Hochbau in der Oberpfalz investiert. Auch im Jahr 2020 bewegen sich die Ausgaben für Hochbauprojekte auf vergleichbar hohem Niveau. So investiert der Staat verstärkt in den Hochschulbau, setzt wichtige Projekte für Polizei und Feuerwehr um, schafft Wohnraum für sozial Schwache oder setzt Aufträge in den Truppenübungsplätzen der US-Streitkräfte um.

Im Straßenbau betreuen die beiden Staatlichen Bauämter Amberg-Sulzbach und Regensburg eine Vielzahl an Baumaßnahmen, die dem Neu- und Ausbau sowie der Erhaltung des Bundes- und Staatsstraßennetzes in der Oberpfalz dienen. Das Investitionsvolumen hierfür wird im Jahr 2020 rund 100 Millionen Euro betragen. Davon wird rund die Hälfte der Mittel für die notwendige Bestandserhaltung der Fahrbahndecken und Brückenbauwerke ausgegeben und rund vier Millionen Euro in den Neubau von Geh- und Radwegen entlang der Bundes- und Staatsstraßen investiert.

Hochbauprojekte in der Oberpfalz

Im Bereich Hochbau bildet der Hochschulbau einen Schwerpunkt der staatlichen Investitionen in der Oberpfalz. So wird an der Universität Regensburg derzeit die Tiefgarage mit Gesamtkosten in Höhe von 60 Millionen Euro saniert. Gleichzeitig laufen vorbereitende Maßnahmen zum Neubau des Vorklinikums mit Gesamtkosten in Höhe von 140 Millionen Euro. Am Universitätsklinikum wird ein Klinikgebäude mit dem Schwerpunkt Stammzellentransplantation gebaut. Die Gesamtkosten betragen hierfür 48,5 Millionen Euro. An der OTH Regensburg wird mit Hochdruck an der Fertigstellung des Fakultätsgebäudes für Architektur (29,6 Millionen Euro Gesamtkosten) und am Gebäude für die Hochschulverwaltung (20 Millionen Euro Gesamtkosten) gearbeitet. Hier fand am 22. Juli ein Pressetermin mit Staatsministerin Kerstin Schreyer an der OTH Regensburg statt. Für die Hochschule des öffentlichen Dienstes - Fachbereich Polizei - wird die Klosterburg in Kastl generalsaniert. Die Gesamtkosten sind mit 60 Millionen Euro veranschlagt.

Wichtige Projekte für Polizei und Feuerwehr sind das Einsatztrainingszentrum der Polizei in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dienstgebäude des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg und die Erweiterung des Übungsgeländes der Staatlichen Feuerwehrschule in Lappersdorf im Zuge des Gesamtausbaus. Hierfür sind jeweils rund sieben Millionen Euro veranschlagt.

Das Thema Wohnraumförderung steht im Vordergrund des Projekts in der Benzstrasse in Regensburg. Dort konnten aktuell 95 Wohnungen für anerkannte Asylbewerber und einheimische Bewohner mit niedrigem Einkommen fertiggestellt werden. Die neue Wohnanlage ist das größte Projekt des staatlichen Sofortprogramms, das im Rahmen des Wohnungsbaupaktes in Bayern realisiert wird. Hier wurden insgesamt 27 Millionen Euro investiert.

Auch auf den Truppenübungsplätzen in Grafenwöhr und in Hohenfels wird weiterhin kräftig investiert. Neben den laufenden Maßnahmen liegen hier Planungsaufträge über Projekte mit Gesamtkosten von rund 200 Millionen Euro vor.

Ausblick auf das nächste Jahr: Am 1. Juli 2020 hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages zwei Baumaßnahmen im Zuge der Heimatstrategie und Behördenverlagerung freigegeben. Die Neubauten für das Landesjugendamt in Schwandorf und das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Waldsassen können damit weitergeplant und gebaut werden. Hier werden ab 2021 ca. 26 Millionen in der Oberpfalz investiert.

Straßenbauprojekte in der Oberpfalz

Im Bereich Straßenbau befinden sich derzeit folgende neun wichtige Maßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen mit einem Kostenvolumen von insgesamt 186 Millionen im Bau:

• B16, dreistreifiger Ausbau bei Wenzenbach, Gesamtkosten 34 Millionen Euro

• B85, vierstreifiger Ausbau zwischen Wetterfeld und Altenkreith, Gesamtkosten 45 Millionen Euro

• B299, Ausbau nordöstlich Hessenreuth, Gesamtkosten 21 Millionen Euro

• Staatsstraße 2132, Ortsumgehung Lederdorn, Gesamtkosten 14 Millionen Euro

• Staatsstraße 2151, Ortsumgehung Rötz, Gesamtkosten neun Millionen Euro

• Staatsstraße 2159, Ausbau östlich Gaisthal, Gesamtkosten neun Millionen Euro

• Staatsstraße 2172, Ortsumgehung Plößberg, Gesamtkosten neun Millionen Euro

• Staatsstraße 2149, Erneuerung der Großen Regenbrücke in Nittenau, Gesamtkosten 13 Millionen Euro

Im September 2020 werden darüber hinaus die Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Waldershof im Zuge der Staatsstraße 2172 mit Gesamtkosten von 32 Millionen Euro beginnen.

Neben den in Bau befindlichen Maßnahmen wird mit Hochdruck an der Schaffung von Baurecht für weitere dringend erforderliche Straßenbaumaßnahmen gearbeitet. Darüber hinaus unterstützt der Freistaat Bayern im Jahr 2020 den kommunalen Straßenbau der Landkreise, Städte und Gemeinden in der Oberpfalz mit Fördermitteln aus dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) und aus dem Finanzausgleichsgesetz (Art 13c und Art. 13f FAG) mit rund 31 Millionen Euro.


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