30.06.2020, 10:18 Uhr

Antrittsbesuch Stierstorfer in Aufhausen bei neuem Bürgermeister Toni Schmid

 Foto: Theresa Flotzinger Foto: Theresa Flotzinger

Unter außergewöhnlichen Bedingungen haben die neu gewählten Bürgermeister ihr Amt übernommen. Auch der erste Bürgermeister von Aufhausen, Toni Schmid, hätte sich den Start in sein neues Amt anders gewünscht, wie er beim Antrittsbesuch der Stimmkreisabgeordneten Sylvia Stierstorfer berichtet.

Aufhausen. „Das gesamt Dorf- und Vereinsleben wurde mit Beginn der Corona-Pandemie auf null heruntergefahren und nur langsam kehrt die Normalität zurück. Aber so blieb neben dem Krisenmodus Zeit zum Einarbeiten und Pläne schmieden. Denn in Aufhausen gilt es nun viele Projekte, die bereits angestoßen wurden, umzusetzen. Das spiegelt auch der Rekordhaushalt von rund 9,6 Millionen Euro wieder“, wie Schmid erläutert. Kritisch blickt er allerdings auf die möglichen finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie und hofft auf Unterstützung durch den Freistaat. Die Abgeordnete entgegnete diesen Bedenken und erläuterte das kommunale Unterstützungspaket von Bund und Land. „Keine Kommune in Bayern wird seitens der Staatsregierung im Stich gelassen. Die Folgen der Corona-Pandemie werden in Bayern finanziell gut abgefedert“, so Stierstorfer.

Der Austausch zwischen Stierstorfer und Schmid umfasst unter anderem die Themen Baulandentwicklung, Ausbau der Nahversorgung, Dorferneuerung in Hellkofen/Niederhinkofen und den Neubau des Kinderhauses, der ab September 2021 in Betrieb genommen werden soll. „In all diesen Bereichen hat Aufhausen die richtigen Weichen gestellt und rüstet sich für die Zukunft“, lobte Stierstorfer die Ausführungen des Bürgermeisters. Auch der geplante Ausbau der Staatsstraße 2146 innerorts ist für Aufhausen ein wichtiger Punkt. Die Abgeordnete regte an, vor Baubeginn einen weiteren Ortstermin mit dem Staatlichen Straßenbauamt abzuhalten, um die Details dieser Baumaßnahmen zu besprechen. Eine große Herausforderung sieht Bürgermeister Schmid in der künftigen Entwicklung des Grundschulverbands Aufhausen-Pfakofen und der anstehenden Sanierung des Schulgebäudes in Aufhausen. Hier wäre aus Sicht des Bürgermeisters ein zentrales, renoviertes und barrierefreies Schulhaus mit Ganztagesangebot in Aufhausen die optimale Lösung. Sylvia Stierstorfer konnte diesen Wunsch nach Einhäusigkeit nachvollziehen, sieht aber auch die Vorteile von kleinen Schulen vor Ort. Wichtig ist aus ihrer Sicht, dass die Kommunen bei den Investitionen im Bereich Schulsanierung weiterhin gut vom Freistaat unterstützt werden.

Auch die geplante Trassenführung des sogenannten Süd-Ost-Links, von dem die Gemeinde Aufhausen betroffen ist, war Gesprächsthema. Bürgermeister Schmid hofft, dass die Gemeinde mit Ihren Einwendungen zumindest darauf einwirken kann, dass die Trasse nicht durch die Felder geführt wird, sondern größtenteils eine Orientierung an Grundstücksgrenzen und Feldwegen erfolgt. Hier stimmte die Abgeordnete dem Bürgermeister voll und ganz zu. Stierstorfer hatte von Beginn an darauf gedrängt, dass die Trassenführung entlang von Bestandstrassen und Verkehrswegen erfolgen solle. Diese Pläne wurden bedauerlicherweise von Tennet und der Bundesnetzagentur nicht in dem Maße weiter verfolgt. „Auch die Entschädigung für Landwirte in Form von wiederkehrenden Leistungen wäre aus meiner Sicht zwingend notwendig gewesen. Leider ist hier ein Einfluss auf das Bundesprojekt nur begrenzt möglich“, so Stierstorfer. Abschließend äußerte Schmid den Wunsch nach finanzieller Unterstützung für die notwendige Sanierung des Leichenhaueses. Die Abgeordnete sicherte zu, Erkundigungen über Fördermöglichkeiten einzuholen. Der Austausch endete mit einem Besuch im Stiftsgasthof Aufhausen.


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