21.06.2020, 20:59 Uhr

Autonome Fahrfunktionen AVL eröffnet modernes Kompetenzzentrum für Sensortests in Roding

Die Geschäftsführer der AVL Software and Functions: Anton Angermaier und Dr. Georg Schwab. Foto: Stefan Hanke PhotograpieDie Geschäftsführer der AVL Software and Functions: Anton Angermaier und Dr. Georg Schwab. Foto: Stefan Hanke Photograpie

Das Hightech-Unternehmen AVL treibt die Entwicklung und Optimierung von Fahrerassistenzsystemen seit vielen Jahren mit dem Ziel voran, die Sicherheit auf den Straßen deutlich zu steigern. Die Sensorik ist dabei ein Kernelement zum Erfolg. Mit dem neu gegründeten „ADAS/AD-Sensortest- Kompetenzzentrum“ in Roding, Bayern, bietet AVL ein standardisiertes Testfeld für hochentwickelte Sensoren.

Roding. In der Kombination von Sensortests mit der Entwicklung von Softwarelösungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ist dieses Kompetenzzentrum eine aktuell weltweit einzigartige Pilotanlage und ein bedeutender Schritt zu einer nachhaltigen und inklusiven Mobilität der Zukunft. Dieses innovative Projekt fügt sich sowohl in die Technologieoffensive „Hightech Agenda Bayern“ wie auch in das Cluster Automotive in Bayern ein.

Besonderes Augenmerk wird auf Kamera-, Radar- oder Lidar-Sensoren in Fahrzeugen gelegt, die das menschliche „Sehen“ ergänzen oder ersetzen und den Fahrer damit unterstützen oder es ermöglichen, Fahrfunktionen zu übernehmen. Die diesbezüglichen Anforderungen sind vielfältig und reichen von unterschiedlichen Witterungsbedingungen über ländliche Straßen mit Kurven, Steigungen und Gefällen bis zu Überholvorgängen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Realer autonomer Busbetrieb als Testfeldanwendung

Eine der Kernaufgaben des Kompetenzzentrums ist es, die im Labor gewonnen Ergebnisse mit realen, im Straßenverkehr erfassten Daten abzugleichen. Deshalb wird im Kompetenzzentrum gemeinsam mit der Stadt Roding ein autonomer Überland-Busbetrieb als Referenz-Testfeldanwendung durchgeführt. Die Region Roding mit dem bereits vorhandenen qualifizierten Fachpersonal und der engen Anbindung an den Technologiecampus Cham der TH Deggendorf bietet dafür optimale Voraussetzungen.

Ergänzt wird das Angebot der AVL am Standort Roding durch Entwicklung von Softwarelösungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz sowie Web- und App-Anwendungen. Im Fokus der Lösung liegt die Individualisierung und Flexibilisierung des öffentlichen Nahverkehrsangebotes, um die Mobilität und somit auch die Lebensqualität im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern.

Gegründet im Jahr 2008 als 100-prozentige Tochtergesellschaft von AVL List GmbH in Graz, entwickelt die AVL Software and Functions in Regensburg Lösungen in den Bereichen Software und Softwaresystementwicklung für Hybrid-, Elektro- und Verbrennungsantriebe, Lösungen für teilautonomes und autonomes Fahren, Automotive Safety und Security sowie Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. AVL ist das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und das Testen von Antriebssystemen (Hybrid, Verbrennungsmotoren, Getriebe, Elektromotoren, Batterien und Software) für Pkw, Nutzfahrzeuge und stationäre Hochleistungs-Anwendungen. AVL beschäftigt weltweit über 11.500 Mitarbeiter. 2019 betrug der Umsatz 1,97 Milliarden Euro.


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