04.06.2020, 14:18 Uhr

Umwelt Schritt in Richtung CO2-Neutralität – elektrischer Lkw geht bei Infineon in den Regelbetrieb

 Foto: Infineon Technologies AG, Simon Aukenthaler Foto: Infineon Technologies AG, Simon Aukenthaler

Die Infineon Technologies AG geht einen weiteren Schritt in Richtung CO2-Neutralität und setzt bei Logistiklösungen auf Elektromobilität. Pünktlich zum Internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni geht am Standort Regensburg nach zweiwöchigen Tests ein elektrischer Lkw in den Regelbetrieb.

Regensburg. Das Fahrzeug des Logistikpartners Kühne+Nagel fährt viermal pro Arbeitstag die Strecke zwischen dem Werksgelände und einem externen Versorgungszentrum im Osten der Stadt. Der E-Lkw legt dabei täglich rund 100 Kilometer zurück; dank des Elektroantriebs spart er dabei jährlich rund 18 Tonnen CO2 ein.

„Zu unserer Hauptversammlung im Februar haben wir für Infineon das Ziel ausgegeben, bis 2030 CO2-neutral zu sein“, sagte Jochen Hanebeck, Chief Operations Officer im Vorstand von Infineon. „Hierfür gibt es nicht die eine, große Maßnahme, sondern viele kleine Schritte. Die Umstellung von Diesel auf Elektromobilität für Transportleistungen in und um unsere Werke ist ein solcher. Das, was wir jetzt in Regensburg lernen können, werden wir auch an den anderen Standorten umsetzen – zum Nutzen der Umwelt.“

Der 7,5-Tonner des E-Lkw-Herstellers Framo spart 60 bis 100 Prozent des CO2-Ausstoßes eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs ein – abhängig davon, auf welche Art und Weise der genutzte Strom produziert wurde. Kühne+Nagel plant, die Batterien mit Ökostrom zu laden. Mit dem Strom aus erneuerbaren Energien werden CO2-Emissionen vollständig vermieden. Die von Framo entwickelte Batterie hat eine Kapazität von 115,6 kWh. Damit kann der E-Lkw 115 Kilometer zurücklegen – genug Reichweite also für die täglich zurückgelegte Strecke. Infineon setzt das Fahrzeug dazu ein, Materialien wie Verpackungen und Werkstoffe aber auch Produkte zu transportieren. Das Versorgungszentrum, das der Lkw dabei anfährt, hat Infineon Ende 2019 zur Ausweitung der Produktionskapazität am Standort Regensburg bezogen. Der E-Lkw ist der Anfang einer längerfristigen Entwicklung. Am Standort Regensburg werden in der Logistik eingesetzte Fahrzeuge, also Lkw, Gabelstapler und andere, sukzessiv auf alternative Energien umgestellt.

Als Hersteller von Leistungshalbleitern, Sensoren und Mikrocontrollern, die auch zum Antrieb von elektrisch betriebenen Lkw benötigt werden, profitiert Infineon selbst von diesem Trend. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting vom Oktober 2019 wird auch die Logistikbranche elektrifiziert. So sollen bis zum Jahr 2030 schätzungsweise 35 Prozent der neu zugelassenen leichten Lkw bis sechs Tonnen und 26 Prozent der schweren Lkw über 15 Tonnen mit alternativen Antrieben ausgestattet sein. Auch der in Regensburg eingesetzte E-Lkw von Framo ist mit Bauteilen von Infineon bestückt. So steuern etwa Mikrocontroller den Antrieb und regeln das Batteriemanagement.


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