12.05.2020, 09:27 Uhr

Raus aus dem Funkloch Gotthardt will brennendes Funkverbindungsproblem schnell löschen

Kaum Empfang: Direkt vor dem Grafenwinner Feuerwehrhaus proben die Kommandanten Harald Richter und Armin Dächert gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt und Feuerwehrkameraden den Funk-Ernstfall. Foto: SeitzKaum Empfang: Direkt vor dem Grafenwinner Feuerwehrhaus proben die Kommandanten Harald Richter und Armin Dächert gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt und Feuerwehrkameraden den Funk-Ernstfall. Foto: Seitz

Für die Feuerwehren vor Ort im Landkreis Regensburg sind sie ein brennendes Problem: die eklatanten Löcher in der Abdeckung des digitalen Feuerwehrfunks. Der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt nahm sich der Problematik an – mit Erfolg. Nun baut Gotthardt auf die Zusage von Staatsminister Joachim Herrmann, sich für die Feuerwehren vor Ort einzusetzen.

Kallmünz. „Mir war es wichtig, dieses Thema auf der obersten Ebene anzusiedeln“, unterstreicht Gotthardt. Deshalb habe er schnell den Kontakt zu Staatsminister Joachim Herrmann gesucht. Immer wieder seien in der Vergangenheit Feuerwehren aus seinem Stimmkreis auf ihn zugekommen, betont Gotthardt. Grund genug für ihn, umgehend einen Brandbrief an den Innenminister zum Ausbau der Funkkapazitäten zu senden. Die schnelle Rückmeldung samt schriftlicher Einschätzung zur aktuellen Lage von Staatsminister Herrmann zeige, dass die Feuerwehren für den Staatsminister Chefsache seien und der Innenminister damit die Bedeutung der Feuerwehren vor Ort unterstreiche, hob Gotthardt hervor.

Bei einem Ortsbesuch in Grafenwinn konnte sich Gotthardt vor kurzem selbst ein Bild von der aktuellen Situation machen. Wenn Kommandant Armin Dächert in seinem Wohnhaus steht, zeigt das moderne Funkgerät an seinem Gürtel keinen einzigen Balken an: „Wir haben hier in Grafenwinn und vielen anderen Gemeinden der Region eklatante Löcher in der Abdeckung des digitalen Feuerwehrfunks“, erklärte der Kommandant. Und das, obwohl der Freistaat die neue Technik bereits vor vier Jahren eingeführt habe. Ein drängendes Problem, findet auch der Regenstaufer Kommandant Harald Richter. Beschwerden gibt es nicht nur im Gemeindegebiet Regenstauf, sondern beispielsweise unter anderem auch aus Wolfsegg oder zahlreichen Gemeinden im Landkreis Tirschenreuth, wie Gotthardt von mehreren Ortsbesuchen zu berichten weiß. Auch darüber informierte er Staatsminister Joachim Herrmann und die verantwortlichen Stellen im Bayerischen Innenministerium.

Die Feuerwehren in Grafenwinn und Regenstauf hat Gotthardt bereits über das Schreiben des Innenministers informiert und ihnen den Brief des Staatsministers zur Information zukommen lassen. Auch mit dem Kreisfeuerwehrverband stehe er diesbezüglich in engem Kontakt. „Dass sich der Innenminister des Themas annimmt und um eine sorgfältige Prüfung bittet, sind sehr gute Nachrichten. Wir werden als Bayernkoalition an diesem Thema konsequent dranbleiben und unsere Feuerwehren bestmöglich unterstützen.“

Für ihn, so Gotthardt, sei es wichtig, dass der Staatsminister von den Sorgen vor Ort erfahren habe und zugesichert habe, die geschilderten Probleme sorgfältig prüfen zu lassen. „Im Einsatzfall birgt das schließlich schwere Gefahren und Risiken für die Einsatzkräfte“, unterstreicht Gotthardt, der auch schon selbst an entsprechenden Übungen von Feuerwehren in seinem Betreuungsstimmkreisen teilgenommen hat. In Grafenwinn beispielsweise gebe es eine eklatante Unterversorgung, die schon beim Feuerwehrhaus selbst beginnt.

Das gemeinsame Anliegen der Aktiven: Ein schneller Ausbau der Sendekapazitäten in den Funklöchern des Landkreises. „Hier müssen wir liefern“, sagt Gotthardt, selbst Mitglied des zuständigen Finanzausschusses. „Die Feuerwehren im Landkreis haben ihre Hausaufgaben gemacht, sie haben die Funklöcher sehr genau erfasst, gelistet und benannt.“ Schon tätig geworden ist Gotthardt auch im Bereich Wolfsegg. „Hier braucht es nach Auskunft des Bayerischen Innenministeriums aufwändige Neubaumaßnahmen, um die Defizite zu beheben“, erklärt Gotthardt, der das Thema auch mit seiner Fraktion intensiv erörtert hat. Die zuständige Autorisierte Stelle Bayern prüft hierbei bereits, ob Übergangslösungen angeboten werden können. Dies könnte beispielsweise durch eine mobile Basisstation erfolgen, die gleichzeitig schnell Abhilfe schaffen könne. Selbiges gelte für Bach an der Donau. „Ich setze mich für unsere Feuerwehren ein und mache weiter auf diese Problematiken aufmerksam“, sagte Gotthardt.

Er zeigte Verständnis dafür, dass es aufgrund der Vertragsverhandlungen für die Verbesserungen der Funkversorgungen teilweise zu langen Wartezeiten und zu Unmut bei den Feuerwehren im Landkreis komme. „Unser Hauptaugenmerk muss darauf liegen, hier schnelle Ergebnisse zu liefern. Die Sicherheit unserer Einsatzkräfte muss an erster Stelle stehen“, so Gotthardt. Ihm habe Staatsminister Joachim Herrmann zugesagt, dass er sich zusammen mit den zuständigen Stellen voller Kraft dafür einsetzen werde, für die Feuerwehren bestmögliche Funkverbindungen zur Verfügung zu stellen. Gotthardt versicherte, am Thema dranzubleiben: „Dieses brennende Problem will ich mit unseren Feuerwehren schnellstmöglich löschen.“


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