10.05.2020, 09:10 Uhr

Corona-Krise Stadt Regensburg gibt Gelder aus dem Projekt „Unser Soziales Bayern“ an Ehrenamtliche weiter

 Foto: Garry Gavrilov/123rf.com Foto: Garry Gavrilov/123rf.com

Der Freistaat Bayern unterstützt im Rahmen des Projekts „Unser Soziales Bayern“ alle kreisfreien Städte und Landkreise mit jeweils 60.000 Euro bei der Koordinierung ehrenamtliches Engagements in der Corona-Krise.

Regensburg. Die Stadt Regensburg hat sich entschieden, einen Großteil der Gelder an gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen, die in der Corona-Krise ehrenamtliche Unterstützung koordinieren und leisten, weiterzugeben. Die Stadt Regensburg hat zu Beginn der Corona-Krise das Projekt „Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona“ eingerichtet. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe werden Freiwillige an Menschen mit Unterstützungsbedarf vermittelt. Freiwillige übernehmen dabei Einkäufe, Apothekengänge, telefonische Besuchsdienste oder kümmern sich um ein Haustier. Auch das Seniorenamt leistet mit Projekten wie „Tafeln Zuhause“ und „Senioren@home“ sowie mit „einfach mal reden“ – einem telefonischen Unterstützungsangebot gegen Einsamkeit – einen wichtigen Beitrag, die Versorgung und soziale Betreuung älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger sicherzustellen.

Engagement Freiwilliger unterstützen

Ferner engagieren sich zahlreiche Organisationen, Vereine und Initiativen auf ehrenamtlicher Basis und leisten mit unterschiedlichsten Angeboten eine wichtige Unterstützung für die Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Krise. Die Stadt Regensburg unterstützt dieses Engagement und stellt bis zu 40.000 Euro von dem Pauschalbetrag des Freistaats zur Verfügung. Damit sollen insbesondere die Auslagen, die im Rahmen der Koordination und Durchführung des ehrenamtlichen Engagements entstehen, gedeckt werden. „Die Hilfsbereitschaft der Regensburgerinnen und Regensburger ist überwältigend. Das zeigt wieder einmal, dass wir in unserer Stadt füreinander da sind und niemanden alleine lassen“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Informationen zur Antragstellung

Um den Vereinen die Arbeit zu erleichtern, wolle man ihnen die entstandenen Kosten ersetzen. Für jedes Projekt ist eine Kostenerstattung in Höhe von maximal 2.500 Euro möglich. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen sind unter www.regensburg.de zu finden. Für Rückfragen steht das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement unter engagement@regensburg.de oder unter der Telefonnummer 0941/ 507-2252 zur Verfügung.

Unterstützung der Freiwilligenagentur Regensburg

Darüber hinaus organisiert die Freiwilligenagentur Regensburg des Paritätischen Wohlfahrtsverbands das Nähen von Mund-Nasen-Masken durch Freiwillige für Regensburger Bedürftige. Um dieses Projekt durchführen zu können, unterstützt die Stadt Regensburg die FreiwilligenAgentur durch die Weiterleitung von Teilen der Gelder des Freistaates. „In der aktuellen Situation müssen insbesondere die Menschen unterstützt werden, die besonders betroffen sind und denen es ohnehin nicht gut geht“, so Maltz-Schwarzfischer. Sie freut sich deshalb mit der Freiwilligenagentur Regensburg einen langjährigen, erfahrenen Partner in der Freiwilligenarbeit bei der Organisation des Projekts finanziell unterstützen zu können. Maria Simon, Leiterin der Freiwilligenagentur Regensburg des Paritätischen bedankt sich für die Unterstützung und ergänzt: „Wir freuen uns, dieses Projekt durchführen zu können. Regensburg hat viele engagierte Menschen, die konkret helfen wollen, wie zum Beispiel Masken für bedürftige Menschen nähen. Wir stellen Material zur Verfügung und organisieren die Verteilung. Danke für die Unterstützung durch die Stadt Regensburg“, so Maria Simon, Leiterin der Freiwilligenagentur.

Hintergrund

Um vor allem älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen die Unterstützung in ihrem zu Hause zu bieten, die sie durch die Ausbreitung des Coronavirus benötigen, arbeiten Freistaat Bayern, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Hauptamtliche und ehrenamtlich Engagierte in den Organisationen und Verbänden eng zusammen. Die bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte koordinieren diese Hilfen gemeindeübergreifend. Das Bayerische Sozialministerium unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Koordinierung mit einem Pauschalbetrag von 60.000 Euro.

Im Rahmen von „Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona“ haben bereits über 950 Freiwillige ihre Unterstützung angeboten. Menschen, die zur sogenannten Risikogruppe zählen oder sich in Quarantäne befinden, können sich bei der Stadt Regensburg, Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement mit ihrem Unterstützungsbedarf melden.


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