21.04.2020, 20:43 Uhr

Erfolg Starke Unterstützung für Jugendherbergen – Kabinett greift Vorschlag auf

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Erfolg für den jugendpolitischen Sprecher und Haushaltspolitiker Tobias Gotthardt: Der Regensburger Abgeordnete hatte bereits vor zwei Wochen einen häuserbasierten Ansatz vorgeschlagen, um den in ihrer Existenz gefährdeten Jugendherbergen in Bayern gezielt helfen zu können.

Kallmünz. Auch die Regensburger Jugendherberge ist von der Corona-Situation betroffen: Hier wollte der Trägerverein eigentlich dieses Jahr mit einem Neubau beginnen. Gotthardts Forderung griff Finanzminister Albert Füracker nun auf und betonte am Dienstag, 21. April, dass ein Härtefallfonds für existenzgefährdete Jugendherbergen eingerichtet werden soll. Füracker sagte dazu wörtlich: „Natürlich ist es Aufgabe der Träger, stets auch die eigenen Einrichtungen gut zu unterstützen. Aber wir helfen auch hier mit und wollen einen Härtefallfonds einrichten für existenzgefährdete Jugendeinrichtungen.“ Dafür seien 26 Millionen Euro eingeplant.

Gotthardt hatte dies zuvor auch in seiner Funktion als jugendpolitischer Sprecher gefordert und sich für schnelle Hilfen stark gemacht. „Jugendherbergen, Schullandheime und Familienferienstätten sind ein starkes Stück jugendpolitischer Angebote im Freistaat – komplette und längerfristige Buchungsrückgänge waren existenzbedrohend“, betonte Gotthardt. Der gesellschaftliche Mehrwert sei enorm und außerordentlich wichtig. Er sei Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger dankbar, dass er sein Anliegen schnell weitergegeben habe, unterstrich Gotthardt. Die nun gefundene Lösung sei sinnvoll, um die Jugendherbergen in Bayern gut zu unterstützen, denn diese seien „eine äußerst wichtige Infrastruktur für die Jugendarbeit“.

Allein im Freistaat Bayern gibt es nach Angaben des Deutschen Jugendherbergswerk 58 Jugendherbergen. Sie verzeichneten im Jahr 2019 mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen, davon 390.068 Übernachtungen durch Bürgerinnen und Bürger aus dem Freistaat. 846 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in den 58 Jugendherbergen, hinzu kommen nach Angaben des Jugendherbergswerks in Bayern 69 in der Geschäftsstelle.


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