21.04.2020, 11:31 Uhr

Existenz bedroht Corona-Pandemie – Freie Wähler begrüßen Förderung für Kulturschaffende

 Foto: Gottfried Obermair Foto: Gottfried Obermair

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus treffen den Kulturbereich besonders hart, die Existenz vieler Künstler und Kulturschaffender aus den unterschiedlichsten Sparten ist bedroht. Die Entscheidung der Staatsregierung, ab sofort auch den Kulturbereich mit rückzahlungsfreien Soforthilfen zu unterstützen, begrüßt die Freie-Wähler-Landtagsfraktion daher ausdrücklich.

Bayern. „So werden die unmittelbaren wirtschaftlichen Nöte in Kunst und Kultur zumindest abgemildert“, lobt die kulturpolitische Sprecherin Kerstin Radler. Durch den Stillstand des öffentlichen Lebens gehen die Einnahmemöglichkeiten von Künstlern und Kulturschaffenden bereits seit Wochen gegen Null. Alle laufenden Kosten für Mieten, Pachten oder andere Betriebsmittel fallen jedoch trotz Verdienstausfalls weiter an. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade freischaffende Künstler häufig über keinerlei Sicherheiten verfügen und deshalb in der Regel keine Kredite erhalten. Doch auch auf die Soforthilfen von Freistaat und Bund konnten sie bislang nicht zurückgreifen – viele Kulturschaffende stehen deshalb unverschuldet vor dem wirtschaftlichen Abgrund.

„Die bisherigen Regelungen zur Soforthilfe gingen an der Lebensrealität vieler selbstständiger Künstler vorbei, da Einkommensverluste durch ausgefallene Veranstaltungen und Projekte nicht als auszugleichender Fördergrund anerkannt wurden“, erklärt Radler die schwierige Situation in der Kulturbranche. Denn die Soforthilfen von Bund und Freistaat berücksichtigen bestimmte Liquiditätsengpässe durch die Corona-Krise, etwa indem laufende Betriebskosten für Miete, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kredite oder Versicherungen überbrückt werden. Ein Großteil der freien Kulturschaffenden in Bayern arbeite jedoch von Zuhause aus und benötige die Einnahmen für den eigenen Lebensunterhalt und die laufenden Kosten, so Radler. Viele Künstler seien daher gezwungen gewesen, Arbeitslosengeld II zu beantragen.

Radler freut sich sehr, dass die Kulturschaffenden mit sofortiger Wirkung 1.000 Euro pro Monat an Unterstützungsleistung erhalten. Damit schließe der Freistaat nicht nur die bisherige Förderlücke, sondern drücke zugleich seine Wertschätzung für die Kulturszene in Bayern aus, so die Abgeordnete aus Regensburg. „Es sind vor allem die Kulturschaffenden, die in dieser Ausnahmesituation mit ihrer Musik, ihrer Kunst und ihren vielfältigen Projekten dazu beitragen, dass die Menschen Ängste und Stress in der Isolation bewältigen und ihre Leichtigkeit nicht verlieren“, betont Radler. „So wie uns die Kunst nicht im Stich lässt, haben unsere Künstler es verdient, dass wir sie nicht alleine lassen.“


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