31.03.2020, 09:26 Uhr

Corona-Pandemie Seniorenbeirat Regensburg – „wir müssen alles dafür tun, die Krankheit von uns fern zu halten“

Josef Mös, erster Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Regensburg. Foto: Josef MösJosef Mös, erster Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Regensburg. Foto: Josef Mös

Senioren sind vom Coronavirus besonders stark betroffen. Sie bilden die Risikogruppe Nummer 1. Ihr Schutz und ihre Gesundheit gehört zu den obersten Zielen im Kampf gegen die Corona-Pandemie – so auch in Regensburg.

Regensburg. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts steigt das Risiko einer Infektion ab 50 bis 60 Jahren stetig. Besonders hoch ist das Risiko bei bevorstehenden Grunderkrankungen. „Es gibt zur Zeit kein zweites Thema, das alle und im besonderen Maße uns Senioren so hart trifft wie die Coronavirus-Pandemie“, drückt der erste Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Regensburg, Josef Mös, die kritische Lage aus. Der Seniorenbeirat Regensburg ist verbindlich daran gehalten, alle seine Aktionen einzustellen. Der Seniorenbeirat habe deshalb das Seniorenamt der Stadt gebeten, dies den örtlichen Seniorenclubs mitzuteilen, auch dass sein Büro bis auf Weiteres – mindestens bis Donnerstag, 30. April, – geschlossen bleibt.

„Sowohl das Klientel des Seniorenbeirates als auch die Seniorenbeiräte selbst gehören zur Risikogruppe der Epidemie. Wir alle sind in hohem Maße verpflichtet, die Anordnungen der Bayerischen Staatsregierung einzuhalten, um eine Chance zu haben, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, bis die Wissenschaft vielleicht bald wirksame Medikamente entwickelt hat und auf den Markt bringen kann“, hofft Mös. Er bedankt sich deshalb bei allen, die zum Schutz der Senioren in Regensburg beitragen: „Es ist zu bewundern und dankenswert, wie Pfarreien, Sportvereine aber auch Ehrenamtliche Hilfen zur Versorgung der Menschen, die nicht mehr aus dem Haus können, Hol- und Bring-Dienste anbieten.“

Auch die Wohltätigkeitsstiftung der Stadt Regensburg hat einen Corona-Hilfsfonds von zunächst 50.000 Euro für Betroffene aufgestellt. „Es ist mir wichtig, dass neben allen Hilfspaketen für Unternehmen auch die Privatpersonen nicht vergessen werden. Wir wollen in dieser Zeit für alle Bürgerinnen und Bürger da sein!“, so Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Anträge können alle Privatpersonen stellen, die ihren Wohnsitz in Regensburg haben. Telefonische Auskunft zum Hilfsfond erteilt die Stadt Regensburg unter der Telefonnummer 0941/ 507 2544. Auch das Seniorenamt der Stadt Regensburg – unter seiner Amtsleiterin Petra Frauenstein – hilft Seniorinnen und Senioren unter der Telefonnummer 0941/ 507 1542 bei „Corona-Problemen“ gerne weiter. Mit „Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona“ koordiniert die Stadt Regensburg zudem eine Nachbarschaftshilfe. Das bedeutet, dass Ehrenamtliche für besonders gefährdete Personengruppen Einkäufe, Apothekengänge, Gassi-Gehen oder auch telefonische Besuchsdienste übernehmen. Wer selbst Bedarf hat, einen Angehörigen mit Bedarf kennt oder Hilfe anbieten möchten, kann sich mit dem jeweiligen Formular im Internet unter www.regensburg.de registrieren.

Einer besonderen Aufgabe komme das Pflegeheimpersonal jetzt seit der Schließung der Heime und Seniorenresidenzen für Besucher nach. „Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, das den Bewohnern verständlich zu machen und ersatzweise Ablenkung anzubieten“, so Mös. „Uns allen bleibt nur zu wünschen, dass uns die Krankheit nicht befällt, wir müssen aber auch alles dafür tun, sie von uns fern zu halten. Hoffen wir, dass besonnen Maßnahmen der Politik zum Erfolg führen und den Wissenschaftlern der Kampf gegen das Coronavirus gelingt. Glauben wir an den bekannten Spruch unserer Bundeskanzlerin Angela Merkl ,Wir schaffen das‘. Jean Jaures sagte einmal: ,Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.‘“


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