27.03.2020, 20:06 Uhr

Bei der Stadt Regensburg Faire Beschaffungen und fairer Handel – Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik nimmt Arbeit auf

 Foto: Kathrin Lechl Foto: Kathrin Lechl

Seit Montag, 16. März, koordiniert Michael Grein die kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Regensburgs.

Regensburg. Michael Grein, der Politikwissenschaften, Soziologie und Ethnologie unter anderem in Paris und Nigeria studierte, sammelte 2005 erste praktische Erfahrungen im Bereich der Entwicklungspolitik. Damals realisierte er in Togo, Westafrika, in teilweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen ein Hilfsprojekt für Straßenkinder auf. Zuletzt arbeitete er bei der Kommunalverwaltung der Stadt Aachen in den Bereichen der Quartiersentwicklung sowie der Integration von Geflüchteten.

Greins Schwerpunktthemen in den kommenden zwei Jahren werden faire Beschaffungen und fairer Handel sein. Ziel ist es, getreu dem Motto „Global denken – lokal handeln“, ein umfassendes Nachhaltigkeitsdenken in der Stadtverwaltung Regensburg zu verankern sowie einen Handlungsrahmen für faire und nachhaltige Beschaffungen zu erarbeiten. Die Stadtverwaltung ist in diesen Bereichen schon sehr gut aufgestellt: Bereits seit 2012 ist Regensburg Fairtrade-Stadt und es gibt mehrere Stadtratsbeschlüsse, die den Verzicht ausbeuterischer Kinderarbeiten sowie die Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kriterien bei der Auftragsvergabe vorschreiben. Grein möchte darüber hinaus auch zivilgesellschaftliche Akteure für Fair Trade sowie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen begeistern, diese unterstützen und miteinander vernetzen.

Die Koordinatorenstelle ist im Hauptamt im Alten Rathaus angesiedelt. Michael Grein ist unter der Telefonnummer 0941/ 507-2107 oder per Mail unter Grein.Michael@Regensburg.de zu erreichen.

Die Stelle wird bis Dezember 2021 gefördert durch die Engagement Global gGmbH im Rahmen des SKEW-Programms. Diese Servicestelle Kommunen in der Einen Welt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.


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