26.03.2020, 16:35 Uhr

Corona-Krise Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer stellen Versorgung sicher – der Freistaat kümmert sich um Transportunternehmen

Transportunternehmer Hubert Hörndl, Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und der Ebersberger Landrat und Leiter des dortigen Krisenstabs, Robert Niedergesäß. Foto: StMBTransportunternehmer Hubert Hörndl, Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und der Ebersberger Landrat und Leiter des dortigen Krisenstabs, Robert Niedergesäß. Foto: StMB

Volle Regale in den Geschäften, trotz Corona-Pandemie: Das ist auch ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Transportunternehmen. Davon hat sich Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer bei einem Vor-Ort-Besuch vor Ort überzeugt.

Bayern. „Momentan merken wir besonders, wie sehr wir auf die hervorragende Arbeit in der Logistik-Branche angewiesen sind. Wir unterstützen sie dabei so gut wie möglich“, so Schreyer.

Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel – die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Bayern hat für die Staatsregierung oberste Priorität. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Ich bin froh, dass wir uns auch in Krisenzeiten auf die Lastwagenfahrerinnen und -fahrer verlassen können. Sie machen einen unglaublich wichtigen Job!“ Bei einem Besuch mit dem Ebersberger Landrat und Leiter des dortigen Krisenstabes, Robert Niedergesäß, bei der Hubert Hörndl Transporte GmbH in Forstinning hat Ministerin Schreyer auch die Unterstützung der Staatsregierung für die Transportbranche zugesichert. „Wir tun alles dafür, dass die Fahrerinnen und Fahrer gute Arbeitsbedingungen haben. Besonders wichtig ist mir, dass sich die Fahrerinnen und Fahrer selbst gut versorgen können. Deswegen haben wir dafür gesorgt, dass es an Raststätten und Parkplätzen zusätzliche, günstige Essensangebote gibt und die Fahrerinnen und Fahrer Zugang zu Duschen und sauberen sanitären Anlagen haben“. In der aktuellen Situation ist Flexibilität besonders wichtig, um die Lieferketten aufrecht zu erhalten. Das Sonntagsfahrverbot ist derzeit ausgesetzt, bei den Lenk- und Ruhezeiten gelten vereinfachte Regeln. Außerdem können Supermärkte auch außerhalb der üblichen Zeiten beliefert werden. „Wir wollen zudem vermeiden, dass Lkw wegen der Grenzkontrollen lange im Stau stehen. Wir sind vorbereitet. Innerhalb von wenigen Minuten können wir so genannte „Green Lanes“, also spezielle Fahrspuren für den Warenverkehr, freigeben. Momentan ist das aber nicht notwendig“, so Ministerin Schreyer.

Auch die Transportunternehmen können bei Bedarf finanzielle Hilfen abrufen. Der Freistaat stellt insgesamt 20 Milliarden Euro bereit, um die Wirtschaft zu stützen – etwa durch günstige Bürgschaften oder den „Bayern Schutzschirm“ zur Sicherung von Liquidität. Zudem unterstützt das Verkehrsministerium dabei, dass sich alle Akteure der Verkehrsbranche schnell informieren und eng austauschen zu können. Ministerin Schreyer: „Ich habe genau dafür eine Online-Plattform ins Leben gerufen. Wir wollen zum Beispiel helfen, wenn eine Firma Fahrer übrig hat, weil Aufträge weggebrochen sind, andere aber gerade händeringend Verstärkung suchen. Jede Unterstützung für die Transportunternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für die Versorgungssicherheit der Menschen in Bayern.“


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