19.03.2020, 08:23 Uhr

Coronakrise „Sei fair. Kauf lokal.“ – Solidarität für den lokalen Einzelhandel zeigen

Petra Amann vom Bund der Selbstständigen Regenstauf und der Abgeordnete Tobias Gotthardt präsentieren das Logo der Kampagne, das auch in den sozialen Netzwerken für Solidarität sorgen soll. Foto: SeitzPetra Amann vom Bund der Selbstständigen Regenstauf und der Abgeordnete Tobias Gotthardt präsentieren das Logo der Kampagne, das auch in den sozialen Netzwerken für Solidarität sorgen soll. Foto: Seitz

Die Corona-Krise belastet die Händler vor Ort schwer. Dagegen setzen der Bund der Selbstständigen in Regenstauf und der Abgeordnete Tobias Gotthardt ein Zeichen.

Regenstauf. Seit Mittwoch, 18. März, sind in Bayern die Geschäfte des Einzelhandels geschlossen. Viele Käufe könnten sich deshalb aufgrund der aktuellen Corona-Situation in das Internet verlagern. Für den bayerischen Einzelhandel stehen aktuell schwierige Zeiten bevor. Auf diese Situation reagieren der Bund der Selbstständigen (BdS) Regenstauf und der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt. Gemeinsam haben sie die Kampagne „Sei fair. Kauf lokal.“ ins Leben gerufen. Insbesondere in den sozialen Medien wirbt die Kampagne dafür, nicht alle Bestellungen nun ins Internet zu großen Versandhändlern zu verlagern.

Petra Amann, Vorsitzende des Bunds der Selbstständigen in Regenstauf, betont, dass viele kleine, inhabergeführte Unternehmen von der aktuellen Situation schwer getroffen werden. Sie appelliert an alle Verbraucher, „nun nicht sofort alles im Internet bei großen Versandhändlern zu bestellen“. Vielmehr gehe es darum, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht dringend notwendige Anschaffungen weiterhin im Einzelhandel vor Ort oder aber deren lokalen Online-Services zu kaufen. Es gehe nun auch darum, gerade in der Coronakrise, zu den lokalen Geschäften und Dienstleistern zu stehen. Sie habe deshalb die Anregung dazu gegeben, die Kampagne zu starten.

Gemeinsam gelte es nun, zu warten, bis die Geschäfte vor Ort wieder geöffnet sind, sagt der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt. Auch das sei Solidarität, die gerade jetzt bedeutend sei. „Haltet zu unserer regionalen Geschäftswelt!“ Die aktuelle Situation, so Gotthardt, werde den Einzelhandel stark treffen. Aus diesem Grund habe der Finanzausschuss des Landtags, dem Gotthardt angehört, ein Zehn-Milliarden-Programm verabschiedet. Dieser Schutzschirm solle über die bayerische Wirtschaft gespannt werden – und helfe auch vor Ort. Die „Soforthilfe Corona" richtet sich an Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Bayern. Die Soforthilfe wird gestaffelt: bis fünf Mitarbeiter 5.000 Euro, bis zehn Mitarbeiter 7.500 Euro, bis 50 Mitarbeiter 15.000 Euro, bis 250 Mitarbeiter 30.000 Euro. Anträge werden bereits bearbeitet.


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